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Die Concurrenzentwürfe zu den Wandmalereien im Leipziger Museum.
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in dem Raum einer heiteren Renaissance-Loggia ausgeführt denkt, und man be­greift, bei aufrichtigem Bedauern über die Mühen dos sehr fleißig durchgearbei­teten und, im Einzelnen betrachtet, äußerst wirksam colorirten Entwurfs das bedenkliche Kopfschütteln aller Beschauer. — Die charakteristische Lebendigkeit eines mittelalterlichen „Meßbildes" und der „ersten Universitätsvorlesung" unterliegt demselben Schicksal aus ähnlichen Gründen. Schließlich nur noch die Andeutung, daß ein Bewerber auf die unbeschreiblich külM Idee ge- - kommen ist, den großmüthigen Bereicherer des Leipziger Museunis, Kaufmann Schletter darzustellen, „wie er die bildende Kunst in Leipzig einführt" d. h. in moderner Toilette eine bedenklich costumirte allegorische Dame einer Versammlung leipziger Notabilitäten vorstellt, uud alsdann „wie er durch Carl August und Giotto «!) in den Kreis der Unsterblichen (dießmal im Mantel mit Sammt­fragen» eingeführt wird." — Daß ein historisirender Thiermaler in eine der Kuppeln den „asiatischen Urstier" entworfen hat, der das Weltenei zerstößt, und die nor­dische Kuh Audumblah, die den Riesen aus einem Salzsteine leckt, erscheint dagegen noch als kleine Verirrung. —

Man darf dem Leipziger Kunstverein Glück wünschen, daß ihm als Erfolg seines Concurrenzausschreibens die Theilnahme so hervorragender künstlerischer Kräfte geworden, aus denen nur zwei belohnen zu können die Preisrichter be­dauern werden. Eine freudige Genugthuung muß aber das einstimmige Urtheil aller verständigen Beschauer bieten, daß trotz aller vom Auslande geborgten „tech­nischen Errungenschaften" des stylloscn Realismus vor einer Aufgabe Höhe,er Be­deutung nur die Künstler sich bewähren konnten, die fortgebaut auf dem ernsten Grund der Altmeister neuer deutscher Kunst, welche dem Idealismus der Form einen Ausdruck gegeben, den wir als den höchsten künstlerischen Ruhm unseres Volkes und als den unvergänglichen Ausgangspunkt aller Bestrebungen nach einem hohen Ziele betrachten müssen. M. M.

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Neue Literatur der deutschen Geschichte und Mcrthumsklinde.

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Ein kunstgeschichtlichcr Versuch r>vn Alwin Schult). Berlin I8l!2. Nicv-

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Der Verfasser war bemüht, ein Bild von Construction und Aussehen größerer Herrensitze aus der Hohenstaufenzeit zu geben. Er hat dazu fleißig die Stellen mittelhochdeutscher Dichter zusammengetragen, — die vorhandenen

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