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mehr. „Fono troppo vseelrio," antwortete er der Znmuthung. „per -zwo- cars la eomsÄm un» sseoncla, volw." Dann wurde er krank, wieder gesund und abermals krank. Im Cardinaiscollegium ist von wenig Anderm mehr die Rede als von der Wahl eines neuen Papstes.
Italien aber denkt nickt an solche gleickgiltige Dinge. Die ganze Halbinsel mit Ausnahme des Vatikans, des Quinnals und einiger Hundert nea- pvlitanischer Brigantcn betet zum savoyiscken Kreuze, dem alten Symbol der toskanischen freien Gemeinden. Die päpstliche Regierung ist ultramontcin. ihre letzten Anhänger wohnen jenseits der Berge. . . .
Soweit Grün. Seitdem haben wir ein abermaliges non possuirms der Sachwalter des päpstlichen Rechts gegenüber der Gerechtigkeit gehört, welche der Geist der Weltgeschichte ist.
Mitte Januar hatte der französische Gesandte v. Lavalette eine Unterredung mit Antonelli. um demselben den Wunsch seines Souveräns vorzutragen, daß Rom sich mit Italien versöhne, d. h. daß für Hingabe des weltlichen Papstthums die Sttberheit und Unabhängigkeit des geistlichen Papstthums vom König Italiens eingetauscht werde. Bei früheren Besprechungen mit dem Papst selbst hatte der heilige Vater dieselben Vorschläge „mit rührender Bereitwilligkeit" und „mehr betrübt, als überrascht" angehört und in gewohnter, durch sein ganzes Leben bethätigter Weise nur erwidert: „War- ten wir die Ereignisse ab." Anders jetzt, wie immer Antonelli, das eigentliche Mundstück des weltlichen Papstthums. Seine Antwort lautete kurz und bündig: Jede Transactivn zwischen dem heiligen Stuhl und denen, die ihn beraubt haben, ist unmöglich. Weder dem Papst noch dem heiligen Kollegium steht es zu, auch nur den kleinsten Theil des Gebiets der Kirche abzutreten."
Der Beauftragte Napoleon's machte bemerklich, daß er die Rechtsfrage außer Spiel lasse, daß er der päpstlichen Regierung lediglich Gelegenheit bieten wolle, aus der Lage zu kommen. die für ihre Interessen so traurig und für den Frieden der Chrisienwelt so bedrohlich sei. Der Cardincü-Staats- secretär dankte ironisch für das gezeigte Interesse, indem er hinzufügte, es sei ungenau, daß zwischen dem Papst und Italien Uneinigkeit herrsche. Wenn der heilige Vater mit dem Turiner Cabinet gebrochen habe, so seien die Beziehungen zu Italien vortrefflich. Er selbst sei Italiener, und der Erste der Italiener dulde unter diesen Leiden, stehe mir Schmerz bei den grausamen Prüfungen, welche die italienische Kirche betroffen.
Dann schloß der Sprecher des heiligen Collegiums: „Auf Unterhändlungen mit den Räubern werden wir uns nicht einlassen. Jeder Vergleich auf diesem Gebiet ist undenkbar. Der Papst wie die Cardinäle verpflichten sich vor ihrer Ernennung eidlich, nichts von dem Territorium der Kirche abzutreten. Der