Beitrag 
Non possumus.
Seite
349
Einzelbild herunterladen
 

349

mehr.Fono troppo vseelrio," antwortete er der Znmuthung.per -zwo- cars la eomsÄm un» sseoncla, volw." Dann wurde er krank, wieder gesund und abermals krank. Im Cardinaiscollegium ist von wenig Anderm mehr die Rede als von der Wahl eines neuen Papstes.

Italien aber denkt nickt an solche gleickgiltige Dinge. Die ganze Halb­insel mit Ausnahme des Vatikans, des Quinnals und einiger Hundert nea- pvlitanischer Brigantcn betet zum savoyiscken Kreuze, dem alten Symbol der toskanischen freien Gemeinden. Die päpstliche Regierung ist ultramontcin. ihre letzten Anhänger wohnen jenseits der Berge. . . .

Soweit Grün. Seitdem haben wir ein abermaliges non possuirms der Sachwalter des päpstlichen Rechts gegenüber der Gerechtigkeit gehört, welche der Geist der Weltgeschichte ist.

Mitte Januar hatte der französische Gesandte v. Lavalette eine Unter­redung mit Antonelli. um demselben den Wunsch seines Souveräns vorzu­tragen, daß Rom sich mit Italien versöhne, d. h. daß für Hingabe des welt­lichen Papstthums die Sttberheit und Unabhängigkeit des geistlichen Papst­thums vom König Italiens eingetauscht werde. Bei früheren Besprechungen mit dem Papst selbst hatte der heilige Vater dieselben Vorschlägemit rüh­render Bereitwilligkeit" undmehr betrübt, als überrascht" angehört und in gewohnter, durch sein ganzes Leben bethätigter Weise nur erwidert:War- ten wir die Ereignisse ab." Anders jetzt, wie immer Antonelli, das eigent­liche Mundstück des weltlichen Papstthums. Seine Antwort lautete kurz und bündig: Jede Transactivn zwischen dem heiligen Stuhl und denen, die ihn beraubt haben, ist unmöglich. Weder dem Papst noch dem heiligen Kolle­gium steht es zu, auch nur den kleinsten Theil des Gebiets der Kirche ab­zutreten."

Der Beauftragte Napoleon's machte bemerklich, daß er die Rechtsfrage außer Spiel lasse, daß er der päpstlichen Regierung lediglich Gelegenheit bie­ten wolle, aus der Lage zu kommen. die für ihre Interessen so traurig und für den Frieden der Chrisienwelt so bedrohlich sei. Der Cardincü-Staats- secretär dankte ironisch für das gezeigte Interesse, indem er hinzufügte, es sei ungenau, daß zwischen dem Papst und Italien Uneinigkeit herrsche. Wenn der heilige Vater mit dem Turiner Cabinet gebrochen habe, so seien die Be­ziehungen zu Italien vortrefflich. Er selbst sei Italiener, und der Erste der Italiener dulde unter diesen Leiden, stehe mir Schmerz bei den grausamen Prüfungen, welche die italienische Kirche betroffen.

Dann schloß der Sprecher des heiligen Collegiums:Auf Unterhändlungen mit den Räubern werden wir uns nicht einlassen. Jeder Vergleich auf diesem Gebiet ist undenkbar. Der Papst wie die Cardinäle verpflichten sich vor ihrer Ernennung eidlich, nichts von dem Territorium der Kirche abzutreten. Der