333
so daß die Form des Einzelnen kaum noch zu erkennen ist und die Bravour des „ckie" immer mehr hervortritt. In jüngster Zeit sucht Charles Bus- son in derselben Richtung seinen Bildern mehr Haltung und Bestimmtheit zu geben. Nüchtern, wie aus Holz geschnitten und daher unwahr sieht die Natur in dieser realistischen Nachbildung aus, wenn der körperhafte Schein der Stoffe zur Hauptsache wird (Barbier, Blin. Harpignies.) —
In der neuesten Kunst ist die Landschaft so reichlich wie keine andere Gattung vertreten. Die moderne Malerei hat sich auf allen Gebieten des nur irgend darstellbaren Lebens umgethan und es zu einer großen Tüchtigkeit in der Darstellung gebracht, aber sie hat in keinem Zweige die Höhepunkte der Vergangenheit erreicht. Denn es fehlt ihr die Harmlosigkeit der Auffassung und das innige Verhältniß zum Stoffe. Daher das Bestreben, einerseits die volle Naturwahrheit zu erreichen, andrerseits durch eine eigenthümliche An- schauung und Behandlung sich hervorzuthun. Vielleicht erträgt noch die Landschaft am ehesten eure solche Darstcllungöweise von Seiten des Künstlers, in einzelnen neueren Bildern durchdringt sich der realistische Schein mit ihrer fubjectiven Behandlung zu einer seelenvollen Slimmung. und vielleicht tritt hier ein neues Element auf, das wenigstens als Durchgangspunkt der Kunst zu einer neuen Entwicklung fübren kann. Aber auch diese Hoffnung ist mehr als ungewiß; denn die Landschaft stellt sich als der letzte Ausläufer einer nun schon vergangenen Entwicklung dar, und es wäre eine in der Geschichte neue Erscheinung, wenn das Ende zugleich ejn Anfang wäre und die Kunst statt mit der Bildung des Menschen, mit der ins Kleine sich verlierenden- und keineswegs naiven Darstellung der leblosen Natur eine neue Phase einleitete.
Ä ' , - ,', > .^/ ^. e.
'.»nw,«, nckimtim "ittb-yn .n'i'l -?'!-«, s!i,,K'.si7Bttvi»n,'i, ?''ck <^^!'l''ZM
llnul ,-nS'^pt> t4'^W?U'M It. .if-!jjM/ji/,UiÄ'. »Hi(l»tt .ckli'i »ck?!,vi!,lt'.»js, UM »ick /»im . .»llkf^ .,n',sti!',j .mv»i» n! gr><Ü .»ck7>m wch«?ü?»tu« i»sch'.»m»i»ik-!^.!: «>/>' gack n»?!i!pti »ich''? Kon -,,?i»vl ^ ?»» ,^'>K'>!I U-«.'»'» »->>> nckchvD
'-!im'ii!,'j!k,K' !!'tj!«il!--'>ü -tti^^cko ,^,Sn«i»-.>i,i, n» »»ckis'it'ii.» ösck
Berliner Briefe.
»si^lH i>s^>l ' «i munHlil'M m,ck ttttvP »i^ttcti! ^»H ck?"« >">!.,ck s--U ^
17. November.
Bevor diese Zeilen in die Presse gehen können, werden die Wahlmänner in der ganzen Monarchie gewählt sein. Die Wahlbewegung tritt dann in ein neues Stadium. In den Versammlungen der Urwähler werden gewöhnlich die politischen Programme mehr im Allgemeinen discutirt, um die Wahlmänner je nach dem Verhältniß, welches sie zu den großen Fragen der Gegenwart einnehmen, auszuwählen. Bei den jetzt bevorstehenden Berathungen der Wahlmänner treten die Personen der Wahlcandidatcn und ihr Verhältniß zu den speciellen Fragen der nächsten Legislaturperiode mehr in den Vordergrund.
Die größte Bedeutung unter diesen Fragen wird ohne Zweifel wieder die
45*