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Der Schachzug Hannovers.
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deutsch-preußischen Seemacht, wie dieGrenzbotcn" sie neulich geschildert haben, sich bekannt. Dieser Idee entgegenzuwirken, waren die bekannten, dem han- noverschen Gesandten bei den Hansestädten ertheilten Jnstructionen weder be­stimmt, noch geeignet. In denselben ist von der Begründung einer Bundes- Kricgsflotte wohl als von einem Ideal der Zukunft die Rede; in ihren prak­tischen Anträgen dagegen sprechen sie lediglich von der Küstenvertheidigung. Für diese letztere wünschen sie zwar eine Geldverwendung der Städte, aber ausdrücklich nur den matrikelmäßigen Beitrag. Ihr Zweck ist also nicht im Mindesten, den Städten eine anderweite Verwendung für Prenßens Marine finanziell zu erschweren.

Diesem harmlosen Charakter der Jnstructionen entspricht es denn auch, daß. nach glaubwürdigen Nachrichten, sowohl das berliner Cabinet als auch die Senate der Hansestädte zu erkennen gegeben haben, sie würden die Anträge Hannovers beim Bunde nachdrücklich unterstützen. Für das berliner Cabinet hat die Entschließung des Königs Georg des Fünften noch einen besonderen Werth. Die Würzburger verargen es der preußischen Politik, wenn sie bisweilen suc- tisch vorgeht, ohne^'erst den Erfolg der gründlichen Bundesvcrhandlungen ab­zuwarten. Jetzt thut Hannover genau dasselbe,der Noth gehorchend, nicht dem eignen Triebe", und beweist damit besser, als Bände vermöchten, daß wer in Deutschland etwas thun will, wenigstens vorläufig vom Bundestage sich emancipiren muß. Denn was anderes ist es, wenn Hannover erst Schiffe bauen und hinterdrein in Frankfurt den Bau der Schiffe beschließen lassen will? Schlimmer hat Preußen es nie gemacht, und wenn hier von einem Schachzuge die Rede ist, so ist es ein Schachzug mehr gegen Frankfurt als gegen Berlin.*)

Nachklänge der Prorestanrenhehe in Tirol.

In unsere Protestantenfrage hat schließlich auch der Papst dreingeredet. Am 30. Juni tagte beim goldenen Stern zu Innsbruck ein Schwärm Leute, welche der Klerus als Vertrauensmänner der Gemeinden zusammengetrommelt hatte und blamirte sich außer durch einige Mißtrauensvoten an liberale Abgeordnete unv Journale durch eine Adresse nn den Papst, der somit mir nichts dir nichts in eine innere Angelegenheit des Reiches hereingezogen wurde. Zu Rom hat man für jeden derartigen Schmerzensschrei ein seines Ohr, und bald ertönte das Echo. Als Nachklang aus den Zeiten Gregors des Siebenten hat es einigen Werth und verdient weitere Verbreitung. Der Papst beginnt: Geliebte Söhne! Gruß und apostolischen Segen.

Mitten unter den größten Bitterkeiten, die Uns von allen Seiten ve-

') Wir behalten uns vor, den Gegenstand noch einmal zu erörtern. Die Red.