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Delacroix, Decamps, Ary Scheffer.
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Erde kaum noch zusammenzuhalten scheinen. Eine solche Anschauungsweise läßt sich nicht einmal in der religiösen Malerei verwerthen. Ein Hauptbild Scheffers ist sein Christus, die Leidenden tröstend: alle möglichen Schmerzen des Erdenlebens, bis zum Jammer des Dichters, der durch Torquctto Tasso vertreten ist, sind hier zusammengehäuft, und die bildende Kunst leistet hier das Unglaubliche, daß sie das irdische Elend nicht einmal in bestimmten Individuen, sondern als das allgemeine Schicksal in den Repräsentanten der Gattungen darstellen will, während sie die Bedeutung des Christenthums in dem rührenden Bilde eines empfindungsvollcn Heilandes zu verkörpern meint. Für die verwaschene, krank­hafte Bildung der Schefferschen Gestalten kann der graue, matte, wehmüthige in einem saftlosen Helldunkel verschwimmende Ton des Colorits nicht ent­schädigen. Die bildende Kunst verlangt wenigstens eine Bestimmtheit, sei es des Ausdrucks, der Form oder der Farbe und wenn sie in die musikalische oder poetische Empsindnngsweise verschwebcn will, so wird sie zum leblosen Mittelding, das im Grunde eben so unpoetisch, als unmalerisch ist.

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Beralente und Metallarbeiter der Urzeit.

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Aegypten. dessen Geschichte um Jahrtausende über die christliche Zeit­rechnung hinaufreicht, das in priesterlichen und politischen Einrichtungen schon früh sich auszeichnet, bereits zu Abrahams Zeit ein civilifirter Staat: ist noch heute an Denkmalen wahrer Wunderthätigkeit menschlicher Schöpfung so reich, daß nicht minder deren Zahl als deren Größe und Alter die Gegen­wart mit Staunen erfüllt.

Unsere Erwägungen erfordern, daß wir bei Einigem specieller verweilen. Gedenken wir daher zunächst der von Homer (Jlias IX, 380382) wegen ihrer Schätze gerühmten und um ihrer hundert Thore willen Hekatompylos genann­ten alten Hauptstadt Thebcr in Oberägypten, die zu beiden Seiten des Niles über 3 Stunden weit sich dem Thal entlang erstreckte.

Ein bereits um 2600 v. Chr. gegründeter dortiger Tempel hatte bei einem Umfang von 5 Stadien, was so viel ist als deutsche Meile. Mauern von 24 Fuß Dicke, dabei eine Höhe von nahe an 90 Fuß erreichend, und