Beitrag 
Aus den Passaten.
Seite
279
Einzelbild herunterladen
 

279

m^rk«^.. Aus den PaMen.

Auf dem cndlosblauen Ocean, nichts von der lebenden Wett ÄS unser Schiff, der Wind schon tagelang derselbe, glühender Südost. An dem Himmel der t,cf blau, und wie im Zenith so blau, so blau am Horizont, sich in die bläulich wo­gende, von den gewaltigen Strahlen nur zuweilen weißlich schimmernde Fluth taucht steht-die Sonne senkrecht. Die Segel stehen straff und voll; und wie im weißen Kleide durchschwebt das Schiff, lange Spuren hinter sich lassend die Fluch.

Vor" (vorne) auf dem Schiffe liegt mit Segeln und Tauen gedeckt, um sich gegen die Hitze zu schützen, das Schiffsvolk. Bärtige braune Gesichter, kleine krumm­beinige Figuren und nur die Wache sitzt an der Schiffswand, die sie vor der Sonne schützt, mit Würfel und Karten ihren sauren Lohn verspielend. >

Achter" (hinten) auf Deck steht de Stürmann, ein rother Bart umgränzt das sonnengebräunte Gesicht, das nicht so finster wie sonst. Das Fenster zur Eajüte in blankem Metallgeländcr gesaßt, strahlt die Gluth der Sonne zurück und schützt vor eindringende« Ncugier. Aber de Stürmann wappnet sich gegen den Glanz, vor das Gesicht hält er die braune mit Sonnenflecken gemalte Hand. Mit seinen schmutzigen Hosen, mit seinem blauen Hem^ mit der roth behaarten Brust und dem rothen Bart sticht er unangenehm ab gegen- den reinen Glanz des Metalls,

gegen das frische Weiß des ncugcmo-ltcn Schiffs.---Er sieht nicht lange durch,

freudig geht er nach vor, stellt sich breit vor die Mannschaft mit Lächeln hin-, die Würfel ruhen, die Karten werden in das offne- Hemde an die Brust zurückgelegt; wie von dem freudigen Blick geweckt, wälzt-sich einer nach dem andorn aus dem Gewirr des Tauwcrks und der Segel hervor. De Stürmann- streicht sich den ro­then Bayt;Verdamm mi, de Bris (d. Wind) is> fein" und sich schon wieder wegwendend:He is ok wol bald dot." (Er ist auch wol bald todt.) Freudig geht °r zurück. Vergnügt fallen die Würfel, vergnügt werden die Karten gemischt.es

'st gute Zeit jetzt, der Wind stüttig (stetig) derselbe und---he is- joav (ja)

schuw man to.

Achter in de Cazute mit Kissen eingepackt in einer schmalen Coje> liegt de Ca- p'tain, sein Auge, das wol so manches Mal dem starren Sinn der Mannschaft ge­trotzt, liegt im Brechen. Um die Hand ist eine Schnur gebunden, zugleich befestig« dem Fuß des Jungen in der Nebcncoje, der sich heftig, an die Wände der- Coje strammend, von, Müdigkeit überwältigt, schläft. Am Boden liegt eine große polirte Kiste, Gläser mit cingeschliffenem Stöpsel, Pulver, Mixturen., Löffel u. drgl. sind ^rin enthalten. Alle numcrirt., Die Anweisung dazu, ein kleinss Buch; liegt auf der Decke des Kapitäns, er glaubt er sei leberkrank!, und dagegen giebt's nur Calo- wel.Calomel" ruft er. zieht an der Schnur, im Nu springt der, Junge auf, lauft §u der Kiste , die Büchse damit ist schon leer, er läuft zum Capitäir an die Coie.

»bcr der braucht nichts mehr, er war verschieden----. Dem Jungen stürzen

d>e Thränen (die er doch nicht zeigen- mag) in die Augen, er stürmt hinaus an ^eck in die zauberische Nacht, der helle gvldglänzendc Mond schwebt hoch in dem Ichwarzblauen Aether, und wundervoll glänzen die Sterne des südlichen Kreuzes, d,e Helle des Mondes verdunkelt die andern Gestirn», noch immer streicht mit demselben ^üdost das Schiff durch, das Meer im weißen Gewände, und die Furchen glänzm

snit I., , / " ^

wir blaudiaman enem Feuer. -He is dot" schreit er durch, d.eNacht D.e Mam- chast erhebt sich?; aus dem Schlaf geweckt glauben- sie. es se, em- Wachruf.All k o° Mles klar) brüllt der Chpr. dem Jungen erstirbt da- Wor »n Mun - r scheut nochmalshc is dot - he is dot -" sie Haben's gehört d-Stuuna«» ^ brumwts wieder,he is dot." die Mannschaft vorne brummt s und-All«»^ , Es naht der Morgen. Aus noch eben ties-r Nacht erhebt sich S°n ° ch°n ist es auch voller Tag. De Stürmann geht vörut (nach vorne). 3 Ma n ^ Oablen antrckkc (nanziehcn), Timmermann (Znnmermann) moak dc Kist,