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Die neue Fortschrittspartei.
Von der preußischen Grenze, Die Nationalzcitung theilt die Namen derjenigen mit. welche das Wahl- Programm der „entschiedenen Liberalen" unterzeichnet haben, und ergänzt dadurch wesentlich den Inhalt jenes Programms, das nur dann richtig verstanden wird, wenn man weiß, wer sich zur Durchführung desselben vereinigt hat.
Mit dem wesentlichen Inhalt des Programms finden wir uns, wie bereits erwähnt, in Uebereinstimmung; einzelne Ausstellungen, die wir hier zu machen haben, betreffen das Wesen nicht.
Erstens. Wir billigen es vollkommen, daß die deutsche Frage an die Spitze gestellt wird; in ihr liegt der Schwerpunkt des preußischen Fortschritts. Auch uns erscheint als letztes Ziel die Herstellung eines deutschen Bundesstaats mit preußischer Executive und allgemeiner Volksvertretung. Daß sich diesem Ziel noch sehr erhebliche Schwierigkeiten in den Weg stellen, hindert nicht, daran zu arbeiten. Da aber die neuen Wahlen nur für drei Jahre berechnet sind, so hätten wir gewünscht, daß die Zwischenstationen zur Erreichung dieses Ziels angegeben wären. Das Ziel wird unendlich hinaus geschoben, wenn die Würzburger Militairreformen, es wird bedeutend angenähert, wenn die von Baden angestrebte Militairreform durchgeführt wird. Die preußische Regierung auf dem zweiten Wege fest zu halten und sie gegen den ersten zu stärken, erscheint uns als eine sehr wichtige und für die allernächste Zeit am meisten praktische Aufgabe der preußischen Volksvertretung. Dasselbe gilt von der kurhessischen Frage. Es scheint uns darum von der größten Bedeutung, diese Punkte in ein Wahlprogramm aufzunehmen, weil man sich durch Auslassung der Mittelglieder leicht in allgemeine fromme Wünsche, d. h. in Redensarten verliert.
Zweitens. Mit den Ansprüchen auf die Gesetzgebung, wie sie das Wahlprogramm aufstellt, sind wir vollkommen einverstanden, und wünschen und erwarten, daß die neuen Abgeordneten diese Aufgabe ernst im Auge behalten.
Drittens. Ueber die Militairfrage sagt das Programm Folgendes: „Für die Ehre und die Machtstellung unseres Vaterlandes, wenn diese Güter durch einen Krieg erlangt oder gewahrt werden müssen, wird uns niemals ein Opfer zu groß sein; im Interesse einer nachhaltigen Kriegführung aber erscheint uns die größte Sparsamkeit für den Militäretat im Frieden geboten. Wir hegen die Ueberzeugung, daß die Aufrechthaltung der Landwehr, die allgemein einzuführende körperliche Ausbildung der Jugend, die erhöhte Aushebung der
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