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Herr Sörensen.
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Lande Zinsen und Steuern ab, die er für sich verwendete, und wollte sie so­gar zwingen, sich ebenfalls Sörensm zu nennen, wofür er ihnen die Aussicht eröffnete, sich ebenfalls das Prädicat Herr beilegen zu dürfen. Jene wollten nicht, sie wollten einfach heißen, wie sie getauft waren, wollten Recht und Gerechtigkeit. Herr Sörenscn antwortete, die sollten sie haben, gab ihnen aber nur sein Recht und seine Gerechtigkeit. Sie forderten Wahrheit, und er gab ihnenWahrheit mit Modisication", wie er sich die Lüge zu bezeichnen gewöhnt hatte. Der Streit wurde zum Skandal, und der Vater des Mannes, dem das Land eigentlich gehörte, sah sich genöthigt, Notiz von der Sache zu nehmen. Er schrieb an Herrn Sörcnsen mehre lange Schreibebriefe, die diesem auf höfliche Weise zu Gemüth führten, daß er sich aller Ungebührlichkeiten zu enthalten habe. Herr Sörensen erwiderte, das thue er, worauf jener, das thue er nicht, worauf dieser wieder, das thue er allerdings, und so fort etliche Jahre lang, bis die ganze Welt vor Ueberdruß und Langeweile zu gähnen anfing.

So steht der Streit noch jetzt. Es sind vom Gegner Herrn Sörensens etliche Beschlüsse, aber noch kein Entschluß gefaßt worden, und wenn wir recht sehen, so wird es noch eine Weile so bleiben. Der kleine Herr Sörensen ist wirklich ein großer Herr Sörensen geworden, wenn auch nur dadurch, daß der große Vetter Michel sich betragen hat, als ob er ein kleiner Better Michel wäre. Da das gegen die Natur ist, so dürfen wir allerdings hoffen, daß es einmal anders kommen wird. Herr Sörensen hilft jetzt mit Geschichte machen, da seine hohen Absätze es ihm ermöglichen, auf den Tisch zu reichen, an dem sie gemacht wird. Aber wir sehen schon den Schatten des Fußes, der ihm den Tritt appliciren wird, der ihm gebührt.

Der Fuß wird sich erheben, der Tritt kommen, und es wird vorbei sein mit dem Stelzengehen und der Größe des kleinen Gernegroß. Er wird wieder thun, wozu er von der Vorsehung ursprünglich bestimmt war. er wird Hand­schuhe machen und mit Fettwaaren handeln. Er wird dann nicht mehr Herr Sörensen heißen, aber als ein nützlicher kleiner Mann und getreuer Nachbar geachtet sein und, wenn er sich recht gut aufführt, vielleicht sogar zum Ge­vatter gebeten werden, wenn wir die deutsche Einheit aus der Taufe heben.

Das neue Wahlprogramm und die Demokratie.

Von der preußischen Grenze.

Daß bei den bevorstehenden Wahlen das Stichwortministeriell" nicht mehr ausreichen kann, darüber ist alle Welt einig. Schon vor drei Jahren bezeichneten wir es als übereilt, sich als unbedingten Anhänger des Ministe-

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