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Aus dem Tagebuche eines Garibaldischen Freiwilligen. 3. :Im Lager.
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gefallen waren, und daß dieselben mich in der Stadt Verheerungen angerichtet, bewies die nach zwölf Stunden dort wehende Parlamentärflagge. Die Fe­stung capitulirte, und 10,500 Gefangene sowie das gesammte Material fielen in unsere Hände. Es war eine der schmachvollsten Kapitulationen, welche die neuere Geschichte kennt.

Nach Neapel gesandt, fand ich das Volk daselbst im höchsten Freuden­rausch. Rasch war die ganze Stadt illuminirt, Fackelzüge wallten durch die Straßen, bunte Laternen und helle Kerzen und Lampen wechselten mit einander, die Spitze von St. Elmo, die Ufer von Portici und die Chiaja, Alles war im funkelnden Lichterschmuck. Vivatruse haltten auf den Gassen und Plätzen, und wenn ich mich der Freudenschüsse erinnere, die aus allen Häusern herausknall­ten, so möchte ich glauben, daß im ganzen Feldzng, wenigstens auf dem Fest­land, kein lebhafteres Feuer zu höreu gewesen ist.

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Das politische Duell.

Von der preußischen Grenze.

Das Duell zwischen dem General v. Manteuffel und dem Stadt- gerichtsrath TWesten zwingt uns zu einigen Bemerkungen, die 'wir um so weniger unterdrücken. da die Unsitte des politischen Duells in Berlin epide­misch zu werden scheint; da man sich noch heute nicht entblödet, öffentlich da­rüber zu verhandeln, ob Herr v. Vincke sich mit Herrn v. Zedlitz schießen soll oder nicht.

In einem großen Theil des Bürgerstandes ist die Ansicht verbreitet, das Duell widerspreche überhaupt unsern Nechtsbegriffen und sei absolut unstatt­haft. Diese Ansicht theilen wir nicht.

Wir haben weder von dem Duell noch von dem Recht der Strafe roman­tische Begriffe; wir bleiben noch bei dem System des alten, ehrlichen Justus Möser: daß das Strasrecht des Staats auf dem Verbot der Prwatfchde beruht; daß er soweit das Recht hat, die Privatfehde zu verbieten, als er dem Beleidigten genügende Satisfaction verschafft.

Das ist in einem Punkt unserer sittlichen Zustände nicht der Fall, auf dem Gebiet der Ehrenkränkung. Wenn mich einer schlägt, und dafür mit Grenzboten II. 1861. 55