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diesen Preis der Nationalzeituug gern verstatten würde, die Republik, den Freihandel oder den Communismus oder was ihr sonst einfiele, in vollster Freiheit zu predigen. Nicht Waldcck ist es, der in diesem Augenblick dieser Partei gegenüber steht, sondern Vincke. Möge die Nationalzeitung gewarnt sein, daß nicht auch auf sie das bittere Wort angewandt werde: „die elendeste Rauferei liegt ihr mehr am Herzen, als das Wohl des Landes."
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Neue Romane.
Nach dem großen Kriege. Eine Geschichte in zwölf Briefen. Von Wilhelm Naabc (Jacob Corvinus), — Berlin, Schütte. — Den humoristischen Ton hat der Verfasser, wie in seinem frühern Noman (die Chronik der Spcrlingsgcisse) glücklich getroffen; wenn das Buch nur> etwas mehr Positiven Inhalt hätte! Die Stimmung allein kann es doch nicht thun. —
Ludwig Nellstab- Aus meinem Leben. Bd. 1. 2, — Fruchtstückc. Bd. 1.2. (Berlin, Gutentag). — Die letztere Sammlung enthält folgende Novellen: die weiße Frau (die bekannte Sage vom Berliner Schloß); eine Fügung Gottes; Edmund von Braunfels; in den Abruzzen; es ist nichts so fein gesponnen; Liebe. — Wie anmuthig Nellstab zu erzählen versteht, weiß Jeder, der seine Wcihnachtswandernngcn in der Vvß'schen Zeitung gelesen hat. Dies Talent zeigt sich auch in den Novellen; viel mehr läßt sich aber kaum davon sagen. — Größeres Interesse für die meisten Leser wird die zweite Schrift haben: „Aus meinem Leben." Nellstab war eine liebenswürdige Persönlichkeit, und sein Einfluß auf die musikalischen Zustünde Berlins, welche Einscitigkcitcn auch ihm ankleben mochten, sehr bedeutend. — Die Erzählung ist ansprechend, wenn auch etwas breit. Sehr gut geschildert sind die Eindrücke der Franzosen in Berlin und die Begeisterung, welche die Jugend ergriff, als es nun endlich zum Freiheitskampf ging. — Nellstab, der 1815 mit Eifer zur Muskete griff, wurde wegen Körpcrschwächc und Kurzsichtigkeit zurückgewiesen; der Verdruß, daß er nun seine Schulkameraden, z. V. seinen Vetter Wilhelm Häring (Wilibald Alexis) allein ins Feld abreisen lassen musste, bestimmte den Jüngling, nach einiger Zeit, «ls der Kamps bereits beendet war, der Schule Lebewohl zu sagen und Militär zu werden, in der Hoffnung, es werde bald wieder' losgehn. Da diese Hoffnung ihn täuschte, gab er allmälig den Dienst wieder auf. Seine Besuche bei Jean Paul (1821), Goethe und Beethoven und die Gespräche, die er mit ihn^en führte, füllen den größten Thcil des zweiten Bandes; was er von seinen eignen poetischen Versuchen, namentlich im Fach der Oper erzählt, hat weniger Interesse. —
Vcmitas. Ein Roman in sechs Büchern von Karl Frenzel. 3 Bde., Hannover, Rümpler. — Vanitas ist die deutsche Ucbcrsetzuug von Vanit^-^air; und in der That ist in dieser Novelle die Stimmung von Thackcray beibehalten, nur nicht die schärft Zeichnung. In der Widmung an seinen Freund Nodcnberg bezieht sich der