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Alter Waidmllimsbrmlch.
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Die Jagd ist vor Allein ein Spie! des Ehrgeizes, aber zugleich bis zu einem gewissen Grade ein Glücksspiel. Der Jäger hat das Bedürfniß, für einen nie fehlenden Schützen zu gelten, aber so geschickt er auch mit dem Gewehr umzugehen weiß, es wird ihm doch bisweilen begegnen, daß er mit leerer oder kärglich gefüllter Tasche heimkommt. Selbst wenn er ein scharfes Auge, eine feste Hand und lange Praxis noch mit der einen und der andern geheimen Kunst verbindet, wird er nicht immer sicher sein zu treffen. Jeder Sterbliche hat seine glücklichen oder unglücklichen Tage: der Gelehrte, wo ihm die Gedanken fließen oder stocken, er weiß nicht weshalb, der Redner, wo er gut oder schlecht spricht, der Zecher, wo er viel oder wenig vertragen kann, der Schütz, wo er Alles oder nichts schießt. Es kann dem letzteren ferner, als er zu Holze ging, unversehens ein Hase über den Weg gelaufen oder eine alte Frau begegnet sein. Böse Nachbarn können ihm das Wild aus dem Revier verscheucht, mißgünstige College» ihm, wie wir sahen, das Rohr ver- hext haben. Manches andre Gcheimnißvolle, was im Walde wohnt, kann ihm gram sein und ihm Mißgeschick auf den Weg senden. Die Ehre muß aber gewahrt bleiben, und wenn der Zauber versagt, nimmt er zur Nothlüge seine Zuflucht.
Das ist die eine Quelle, aus der die Jägerlügen geflossen sind: der gewehrgerechte Jäger darf nicht unglücklich und er kann nicht glücklich genug sein. Die andre liegt auf dem Gebiet des Volkshumors, dem unsre zahlreichen Lügenmärchen und Lügeulieder entsprossen sind, in dem Bereich, tvo der Freiherr'von Münchhausen und der Doctor Eisenbart ihre Thaten verrichteten, in der verkehrten Welt, wo der Ambos und der Mühlstein zusammen über den Rhein schwammen und wo der Blinde mit dem Lahmen und dem Stummen den Hasen jagte, jener ihn entdeckte, dieser dem Lahmen davon sagte, und der letztere ihn sing. Der Jäger übertreibt und erfindet gern, die Satire des Volks, dahinter gekommen, macht die Uebertreibung zur Carricatur, und der verspottete Stand findet sich darein; er begreift, daß Aufschneide" zum Handwerk des Waidmanns gehört, wie Schwatzen zu dem des Barbiers, Stehlen zu dem des Müllers und Schneiders, er kommt dahin, sich lust'S selbst zu ironisiren. Die bescheidene Jägerlüge, die jede größere Jagd M Aushülfe für schlimme Fälle begleitet, macht Anspruch auf Wahrheit. D>e Jägerlüge in großem Styl sigurirt nur als Schaugericht bei waidmännische"