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und vcrrathnc Regierung cincs Mittclstaats vor einer undisciplinirtcn Truppe davonläuft, der sie um das drei- oder vierfache überlege» ist, diese Truppe darum noch nicht die Kraft gewinnt, die Armeen Frankreichs oder Oestreichs zu schlagen. Menschlich hegen wir das tiefste Mitgefühl für Garibaldiz es ist immer eine schöne Erscheinung in unserer Zcit, wenn ein Mensch mit Selbstverleugnung sein Leben an eine Idee setzt. Wir wollen uns auch nicht zn seinen jetzigen Anklägern gesellen; denn Erfolge wie die scinigcn müssen nicht blos das Publikum, soudern ihn selbst berauschen. Aber es ist ein Glück, daß er jetzt vor der geregelten Macht zurück- trctcn muß; es ist ein Glück, daß er vor der Zcit seine ungemcsscnen Entwürfe erklärt und sich dadurch unmöglich gemacht hat; denn die Rolle, die er spielte, war von vorn herein unhaltbar uud nngcsund, uud wenn wohlmeinende Menschenfreunde ihm die Gesinnung eines Washington wünschten, so vergessen .sie den Ort der Handlung! um unter neapolitanischen Lazzaronis, Mönchen, Söldnern, Prinzen u. s. w. ein Washington zu werden, dazu reicht die beste Gesinnung nicht aus. Indem Vietor Emauucl die Sache in die Hand nimmt und auf dem regelmäßigen Wege der Eroberung vvrschrcitet (warum soll man das Wort nicht gebrauchen? obgleich dic Neigung der zu Erobernden dem Eroberer entgegenkommt!) ist, wenn auch dic Schwierigkeiten noch immer ungeheuer sind, wenigstens die Möglichkeit eines bleibenden Erfolgs gegeben, eines Erfolgs, dessen sich der Menschenfreund freuen kann. Denn eine Masanicllv-Ncpublik in dem demora- lisirten Süditalien, gleichviel ob unter Garibaldi oder Mazzini — lieber den seligen König von Neapel mit seinen Bomben und seinen Lazzaronis!
Sardinien hat Grund, für jetzt den Krieg zu vermeiden, Preußen ebenso, England hat sich bereits ausführlich darüber ausgesprochen. Damit ist nun freilich noch lange nicht ein dcutsch-italienisch-cnglisches Bündniß angebahnt. Aber eines kann doch geschehn: England nnd Preußen können Oestreich sowol als Sardinien sür jetzt Frieden gebieten. Das Princip der Nichtintervcntion mit Ausnahme Roms, wo es den persönlichen Schutz des Papstes gilt, ist von Frankreich ausgestellt; geht man darauf ein, so ist Frankreich in eigner Schlinge gefangen; ohne Bundesgenossen wird Oestreich nicht anfangen, uud so können wir dann abwarten, ob es Italien gelingen wird, sich selbständig zu constiluiren, und darnach unsere weitcrn Maßregeln einrichten, -j- 1'
Prcisanfgabcn der Utrechter Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft.
1. Eine Reihe von Versuchen über die eigene Wärme der Pflanzen.
2. Was ist bis jetzt von der Weise und dem Maße bekannt, worauf uud worin die Lust in geschlossenen Räumen durch den Aufenthalt der Meuschen verdorben wird, und welche Mittel gibt es, dic Luft in bewohnten oder zeitweise start besetzten Räumen in einem erwünschten Zustand der Reinheit zu erhalten?
3. Dic Gesellschaft wünscht Untersuchungen bei einer oder mehreren Thicrartcn über dcn Verlauf der Nervenfädcn im Rückenmark von den Nervenwurzcln aus; sie sollen sich nicht nur ans mikroskopische Bcovachtuna.cn, anch in Verbindung mit der W a ll cr'schen Untcrsuchungswcisc, sondern auch aufphysiologischc Experimente stützen.