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Giuseppe Garibaldi.
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Kaiser der Franzosen zu nehmen. Ein unbesonnener Angriff auf den Papst konnte alle früheren Erfolge wieder in Frage stellen. Garibaldi wurde nach Turin zum König berufen und von diesem zur höchsten Vorsicht ermahnt. Der General versprach sich deren zu befleißigen, wünschte indeß eine Zusammen­ziehung aller verfügbaren mittelitaiienischen Truppen an der Südgrenze der Romagnci. Der König schien diese Maßregel gut zu heißen, aber General Fanti, der Kriegsminister der Liga, verweigerte seine Mitwirkung bei derselben, wie er denn überhaupt keine besonders freundliche Stellung zu Ganbaldi einnahm. So sah sich letzterer veranlaßt, seine Stelle niederzulegen. Er that dies in einer von Genua datirten Proclamation, in welcher er sich über die Diplomatie beklagte, welche verderbe, was die Waffen gewonnen, zugleich aber zum Ausharren bei der Fahne Victor Emanuels aufforderte und wieder zum Schwert greifen zu wollen erklärte, sobald Italien seiner bedürfe.

Seit dieser Zeit lebte er als Privatmann theils in Genua, theils in und bei seiner Vaterstadt. Eine Verheirathung mit einer vornehmen jungen Dame, die im Werke war, zerschlug sich, da der General noch zur elften Stunde er­fuhr, daß die Ehre seiner Braut nicht ohne Makel war. Von Nizza in das norditalienische Parlament gewählt, protestirte er heftig gegen die Abtretungen an Frankreich. Seine Expedition nach Sicilien ist noch eine Frage des Tages. Die nähern Umstände dieses Unternehmens sind noch nicht aufgehellt, sein letztes Ziel noch nicht entfernt zu erkennen. Sicher scheint nur, daß Ganbaldi im Einverständnis; mit dem turiner Cabinet gehandelt hat, und von diesem wieder wird anzunehmen sein, daß es nicht gegen Frankreichs Willen handelte, als es den General gewähren ließ.

Ungedruckte Briefe li. Stiigemanns.

Die nachfolgenden Briefe des wirklichen geheimen Raths von Stägemcmn an den Professor Benzenberg enthalten einen geschichtlichen Beitrag zu dem wahren Bilde des Geistes seiner Zeit. Als ein historisch-literarisches Zeug­niß vergangener Tage, ist ihr Inhalt für alle, die zwischen den Zeilen zu lesen vermögen, um so werthvoller, als der Zeitraum von 1819 bis 1826 für unser Grenzboten II. 1860. 49