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Weiber und Kinder, wie ich glaube, die ganze Bewohnerschaft, mit Ausnahme etwa der schweren Kranken, gruppirten sich um uns, doch was ich nicht verschweigen darf, in einiger Entfernung, um uns nicht zu belastigen. Nur der Oberschcich. ein ehrwürdig aussehender Mann mit weißem Bart suchte mit uns zu seiner Belehrung eine Unterhaltung anzuknüpfen. Wieviel Tagereisen zu Pferde oder zu Kamee! von Rafidia nach Preußen seien, ob dort auch Weizen und Sesam wachse, ob es dort Rinder und Kameele gebe u. s. w. Wir lobten natürlich unser gesegnetes Vaterland, erzählten von den Wiesen, dem Reichthum an Feld- und Baumfrüchten, von den Kühen, die großer werden als hiesige Maulthierc, von den Pferden, die einem dreijährigen Kameel an Höhe gleichkommen. Alles dies erregte großes Erstaunen, noch mehr aber unsre Mittheilung, daß es bei uns zu Lande in jedem Sommermonat regne, und daß man Kameele daselbst für Geld zeige. „Also die preußischen Fellahs leben ohne Kameele. da muß Handel und Wandel gering sein!" äußerte kopfschüttelnd der alte Mann.
Scheich Jssa, welchen, wie schon angedeutet, besondere Pflichten für den Augenblick an sein Haus fesselten, hatte bald in den Schüsseln reine Bahn gemacht und stieß mit dem Churi wieder zu uns. Da die Sonne im Sinken war, so bereiteten wir uns Abschied zu nehmen, wurden aber noch von dem Pfarrherrn aufgehalten, welcher, von Jssa unterstützt, uns erst bei sich zur Nacht behalten und. als wir dies ablehnten, uns das Versprechen abnehmen wollte einen andern Tag bei ihm zu Gaste zu sein. Auch diese Einladung mußten wir zurückweisen. Jssa geleitete uns zum Dorfe hinaus, woselbst ich das ihm zugedachte Geldgeschenk ihm verabreichen wollte; aber der Aga, El Hillu hielt mich zurück. „Wissen Sie nicht," sagte er, „daß noch hundert scharfe Augen auf uns gerichtet sind? Erfährt man im Dorfe, daß der Mann hier Geld für seine Gastlichkeit genommen, so ist er auf ewig geschändet und mag getrost von Haus, Weib und Kindern fortlaufen! — Schicken Sie ihn nur zurück, er wird sich .schon wieder melden." — Ich folgte dem kundigen Rathe und entließ unsern Wirth mit blos mündlichem.Danke und einer Aufforderung uns in den Zelten zu besuchen, welche er vollkommen verstand. Mit dem letzten Abendschein langten wir in unserm Lager wieder an. M'5('6t^ -j! .- '/>' liAiv'l M.' '.^S ?,''»'jjsM-M 'wschKM'M
Von der preußischen Grenze.
Die Verhandlung der kurhcssischcn Frage im Hause der Abgeordneten wird nicht verfehlen, die allgemeine Aufmerksamkeit und Theilnahme von ganz Deutschland zu erregen. Es war hohe, ja es war die höchste Zeit, daß die Abgeordneten nach dieser Seite hin ein Lebenszeichen gaben, da sich in Deutschland immer mehr die