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Nablns und die Samariter.
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Arabische Protestanten. — Cahin Amram. der Hohepriester der Samariter. — Auf dem Garizim. — Die Honoratioren von Nab- lus. — Ein griechischer Archimandrit. — Christliche Bauern und
ihre Geistlichen. —
Nach den Anstrengungen der vorhergehenden Tage gedachten wir den nun folgenden Sonntag, den 2. Juli, in ruhig beschaulicher Weise hinzubringen. Aber schon in erster Frühe erschien ein protestantischer Fellah aus dem nahen Dorfe Rafidia, um uns zum arabisch-anglicanischen Gottesdienste nach der Stadt abzuholen. Ein protestantischer Fellnh ist gewiß aus Gottes Erdboden eine rars, g,vis; da aber Nablus längere Zeit Sitz einer nnglicanischcn Missionsstation war, und das ganz christliche, d. h. griechisch-ar'abische Dorf Rafidia nur eine halbe Stunde von da entfernt liegt, so erklärt sich leicht die Möglichkeit des Daseins einer solchen Menschenrasse. Das eben bei uus erschienene Exemplar — Scheich Jssa ed-Dewilni heißt der Mann — kannte ich sogar schon persönlich, vor mehreren Jahren war ich nach einem beschwerlichen nächtlichen Ritte auf dem Wege von Jaffa nach Nablus früh Morgens erschöpft in sein Dorf gekommen und dort von ihm mit köstlichen Feigen bewirthet worden; ich freute mich also ihn wiedcrzusehn. ,
Das Ansehn, dessen wir als Franken in Nablus genossen, gegenüber der gedrückten und verachteten Stellung unserer Glaubensbrüder machte es uus zur Pflicht, der Einladung Folge zn geben, und so von unserer confessionellen Einheit Zeugniß abzulegen. Der Gottesdienst wurde in dem uns schou bekannten Schullocale gehalten, wohin wir uns gegen 8 Uhr früh aufmachten. Wir fanden die Gemeinde schon versammelt; sie bestand aus 18—20 meistens jüngern Männern, welche, ebenso wie wir Tags zuvor die Schüler gesehn, den Wänden entlang auf Strohmatten kauerten. Nur der Koojabasch saß würdevoll auf einem farbigen Teppich, welchen er mit uns zu theilen Miene wachte; wir zogen es aber der frischen Lust wegen vor, in der Brüstung eines glaslosen Fensters Platz zu uehmen. Daß von den Schülern keiner anwesend war, befremdete uns. Bor einem roth überhangenen Tische hatte sich der Schulmeister postirt und erwartete mit affectirter Amtsmiene den Augenblick, wo er seine uns früher gerühmte Geschicklichkeit im Beten und Predigen zeigen wollte.
Die Function geschah, wie sich von selbst versteht, nach der arabischen Uebersetzung des bekannten anglicanischen Kirchenbuchs Common prayers, aus welchem der Schulmeister mit schreiend näselnder Stimme den Morgcndicnst