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Zum Schluß seiner Gefälligkeit theilte der würdige Scheich uns unverblümt mit, daß ihn ein kleines Geldgeschenk von uns höchlich beglücken würde, woran wir bei seinem Diensteifer durchaus nicht gezweifelt hatten. Dem Mann tonnte geholfen werden. Die Sonne beschien noch die höchsten Kuppen des Ebal, als wir den lieblichen Garten verließen; und bei unsern Zelten langten wir noch früh genug an, um die kurze Dämmerung des Südens zu genießen. Bei dem Murmeln der Quelle und dem Säuseln erfrischender Winde hoch in den Wipfeln unserer Bäume genossen wir einer Nacht, die uns für die Leiden ihrer Vorgängerin völlig entschädigte.
Der Adel in imseril Heeren.
Unter dem Titel „Ueber den Mangel an genialen Feldherrn in der Gegenwart. Von W. Streubel, Artillerieleutnant a. D. Dresden, Verlagsbuchhandlung von N. Kuntze" liegt uns eine kleine Schrift vor, die, auch für Nichtmilitürs berechnet, manchen guten Gedanken und in den ersten Kapiteln belehrende Ueberblicke über die Veränderungen enthält, welche die Vergrößerung und die qualitative Umwandlung der Heere in den letzten Jahrzehnten und andrerseits die sehr wesentliche Umgestaltung, die alle geographischen, topographischen und ethnographischen Bedingungen der Kriegführung in dieser'Periode erlitten haben, in Bezug auf Taktik und Strategie zur Folge gehabt hat. In dem, was der Verfasser über den Zeitgeist sagt, (die Civilisation soll uns entnervt haben, die Menschheit nicht mehr leben, sondern vegctiren, die Existenz der civilisirten Völker eine vorwiegend mechanische sein u. s. w.) geht er offenbar viel zu weit. Wir sind nicht so schlimm, als er sich vorstellt; auf alle Fülle besser als in der Zeit, die er mit manchen andern für die „gute alte" zu halten scheint. Mit andern seiner Ansichten' kann man sich eher einverstanden erklären, z. B. mit dem, was er über Militärpädagogik und über die Stellung des Adels in den deutschen Armeen bemerkt. Wird hier auch zu berücksichtigen sein, daß der Adel verhältnißmüßig häusiger als der Bürgerstand die pecuniür nicht sehr lohnende Ofsizierslaufbahn betritt, so zeigen die Ranglisten doch immer noch ein Mißverhültniß in der Stellung der beiden Klassen, für welches wir nur die Erklürung wissen, die der Verfasser gibt. Er sagt (wir lassen ihn im Auszuge sprechen) in der Hauptsache hierüber folgendes:
So oft hentzutage Jemand von völliger Gleichberechtigung aller Stände spricht, so oft geht eine Unwahrheit über'seine Lippen. Eine solche Gleichberechtigung hat nie stattgesunden, am wenigsten im Augenblick. Ueberall ist es vorzugsweise ein Stand, aus dem sich der Bedarf an Staatenleukern und Feldherrn ergänzt. Die Masse des Volkes ist von diesen Gebieten so ziemlich ausgeschlossen.