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des Verstandes weissagend sich emporschwingt. Ja sie dichtet — wenn du so das nur im Geiste sehen nennen willst — aber sie dichtet Wahrheit."
(Fortsetzung im nächsten Heft.)
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Nablus und die Samariter.
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Ein Bild der Pr0vi nz i alzustande in Palastina. — Die Stadt
Nablus.
Ich muß gcstehn, daß mir so gesunde, so wenig durch Selbstüberhebung fehlende Ansichten im Munde von Nabluser Ulemas, wie ich sie im Vorhergehenden mittheilte, unerwartet waren. Aber der Stadt sind in den letzten Iahren gewisse praktische Lectioncn ertheilt worden, welche nicht ohne Eindruck bleiben konnten. Einige Worte darüber dürften, da sie ans die Provinzial- zustände der Türkei ein Licht werfen, hier wol am Orte sein. Der Verständlichkeit wegen muß ick einiges aus der dunkeln und im Allgemeinen interesselosen Geschichte des Orts voranschicken.
Vor ungefähr 300 Iahren hatte sich ein muhamcdanischer Kaufmann aus Tokat in Kleinasien in Nablus niedergelassen, woselbst er den Namen Tokan annahm. Er erwarb ein ansehnliches Vermögen und kaufte sich nicht blos in der Stadt, sondern auch in mehreren kleineren Ortschaften der Provinz an. Seine Nachkommen erweiterten den- Grundbesitz und wurden, als Tökanzadeh, nach und nach das angeschenste Bey-Geschlecht Samariens. Der Umstand, daß einer von ihnen im Dienste der Pforte bis zum Range eines Ve-zirs gelangte, gab ihnen besondern Glanz nnd ermöglichte es ihnen, sich in Nablus ein großes burgähuliches Haus mit Schießscharten, eisernen Thoren u. s. ,w. anzulegen, welches ihnen in der Stadt und ihrer Umgegend einen ähnlichen Einfluß sicherte, wie dessen die Dere-Beys von Kleinasien in ihren Distrikten genossen. Mit der Zeit aber gelangten andere Geschlechter, namentlich die al KKsim (BajjAn), die Djerrär und die Abdul Hadi zu Macht und Reichthum, und untergruben allmälig das Ansehn der Tokan, denen sie, wenn sie einig waren, die Spitze bieten konnten.
Während der ägyptischen Occupation Syriens hielten es die Feinde der