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gestattet ftin, wenn aber einmal der Ruf zu den Waffen ertönt, wird man uns doch an die gewahrte Wohlthat erinnern.
Die conscrvativc Intelligenz ist gewohnt, das „sukkiaAS rmivLrsEl," das der Kaiser Napoleon in dem Willen des Volkes so oft als Gewähr seiner Hcrrscherpläne anruft, Mitleidig zu belächeln. Ist das Spiel mit der Stimme des Volkes nur dann ver- dammlich, wenn die Karten dazu in Paris gemischt werden? Seine Nachahmung, die wir in diesem Mummenschanz mit den tiroler Ständen erblicken, ist darum nicht lobenswcrthcr, weil sie sich zu jener großen Action nur wie ein Schatten zum Modell verhält. Wozu so vielen Auswand um nichts? Man wird dem Volke doch nicht einreden, daß diese Scheinvertrctung eine wirkliche sei. Wenn man seinen Bcirath unbequem findet, sage man es lieber frei und offen, das Volk wird sich dies noch eher gefallen lassen als die Cvmödie mit den alten Ständen.
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Reiseliteratur.
Tausend und ein Tag im Orient. — Von Friedrich Bodenstcdt. 3. Auflage. Berlin 1859. Verlag der Königlichen geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker). — Diese neue Auflage des liebenswürdigen Buches ist nur äußerlich verändert, indem die drei Bände der Miniaturausgabe in einen einzigen Band zusammengezogen wurden, was eine beträchtliche Ermäßigung des Preises ermöglicht hat.
Aus Aegypten. — von L. A. Frank!. Wien, 1860. Druck und Verlag der typographisch-litcrarisch-artistischen Anstalt. — Eine Fortsetzung von des Verfassers „Nach Jerusalem" und von ähnlichem Eharaktcr. Herr Frank! ist in Alexandricn und Kairo gewesen und hat von letzterer Stadt Ausflüge nach den Pyramiden, Hcliopolis, dem versteinerten Wald und Suez gemacht. In die Beschreibung dieser ToUr, die einige uns nicht recht glaubwürdige Stellen hat — wir nennen nur die Andeutungen über die Partie iu das Innere der großen Pyramide, die Schilderung der Sultan-Hassan-Moschce und die Art, wie der Reisende ohne arabisch zu Verstehen, also mit Hülfe eines Dragomans, zu den vier ausführlichen Geschichten gelangte, die ihm der Märchenerzähler auf der Esbekijeh vortrug — sind verschiedene kleine Abenteuer, die mit gewohntem Selbstgefühl vorgebracht werden, Ergüsse in Versen, eine Anzahl hübscher jüdischer Legenden von Moses, Alexander dem Großen und verschiedenen Nabbincn, so wie mehre werthvollc Notizen über die in Aegypten wohnenden Juden cingcflochten. Als Anhang folgen einige Mittheilungen über die neuesten Ereignisse im Kreise der Glaubensgenossen des Verfassers in Jerusalem. Es würde auch diesem Buche nicht zum Nachtheil gereicht haben, wenn Herr Frank! seine Person etwas weniger in den Vordergrund gestellt und wenn , er