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Die Schwefelbande.
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Vertheidigung, und namentlich der Redacteur Dr, Orges, nahm dagegen das Recht eines Parteiblatts in Anspruch, In dieser Beziehung müssen wir ganz auf des lctztcrn Seite treten: wenn es je ein Partciblatt gegeben hat, so ist es die A. Z., namentlich seitdem Dr. Orges zur Redaction gehört. Die Zeitung enthält zwar außerdem viel Feuilleton, welches dem Anschein nach ohne politische Färbung ist; daß aber auch dieses so viel als möglich dem Hauptzweck dienen muß, sehen wir u. a. aus der Vorrede einer eben erschienenen Broschüre:Leichte Blätter über die Pariser Kunstausstellung und über die französische Uebersctzung von Klaus Groth, von Dr. Sloman" (Kiel, Schmers). Der Verfasser hatte diese Blätter der A. Z. eingeschickt, nach einiger Zeit (12, Juni 1859) erhielt er von Dr. Orges eine Antwort, in der folgender Passus vorkommt:Ihre Arbeit ist gut; wäre sie mit Anschluß an die politische Lage, die nationale Zersetzung Frankreichs, kurz mit Rück­sicht darauf gearbeitet, daß die A. Z. auch in ihren litterarischen Berichte» andere, d. h. p vlitische Zwecke unterstützen will, so wäre sie sehr brauchbar; so ist fic's nicht." Die Erklärung ist offen, und wir haben nichts dagegen ein­zuwenden, daß eine politische, antisranzösische Zeitung auch bei dem Bericht über eine Pariser Kunstausstellung darauf sieht, daß in ihr die Zersetzung Frankreichs sich darstellen muß: nur wollen wir es uns für die Folgezeit merken, wenn etwa in Bezug auf dieses Feuilleton der entgegengesetzte Anspruch der unparteiischen Objcc- tivität erhoben werden sollte. Die Krcuzzcituug hat nie geleugnet, durchgefärbte Brillen" zu sehen; von Seiten der A. Z., im Munde des I)r. Orges ist das Be­kenntniß als Bereicherung unsers Wissens zu betrachten. f!'

Literatur.

Mystagogos. Eine christliche Vorschule. (Hamburg, Meißner.) Wenn wir von der Tendenz dieser Schrift absehen, die in der Hauptsache mit der Tübinger Schule Hand in Hand geht, so möchten wir wünschen, daß manche von diesen Ab­handlungen, .die einen historischen Werth für sich beanspruchen, etwas weiter aus­geführt wären. So ist.eine Geschichte des Teufels darin, und der Verfasser citirt ziemlich häufig die Kirchenväter, aber er versäumt es, dieselben auszuschreiben: als ob diese Schriften in jeder Handbibliothek zu haben wäre»! Die Aufgabe, streng quellenmäßig behandelt, würde ein sehr verdienstliches und nebenbei interessantes Werk sein. Wie sehr diejenigen Gelehrten, die sich mit der historischen Kritik der Bibel beschäftigen, noch unter sich uneins sind, haben wir wieder so recht aus der Schrift gesehen: Die geschichtstrcue Theologie und ihre Gegner, von Volkmar. Fast ohne Uebertreibung kann man behaupten, daß noch in gar keinem Punkt der bibli­schen Geschichte allgemeines Einvcrständniß herrscht.

Herausgegeben von Gustav Freytag und Julian Schmidt.

Verantwortlicher Redacteur: Moritz Busch Verlag von F. L. Herbi-,

in Leipzig.

Druck von C. E. Elbert in Leipzig, ^