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Von der preußischen Grenze.
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Eine arge, ja eine erschreckende Voraussetzung, die man aber doch, der letztern Behauptung wegen, naher untersuchen muß.

Preußen hat sich seine Lage nicht gemacht. Seine Stellung als europäische Großmacht ist so alt als dieSouveränität" der deutschen Königreiche. Daß im wiener Kongreß sein Gebiet dergestalt zersplittert wurde, daß es durch seine bloße ^ristenz die eingeschlossenen Staaten bedroht, daran ist es selber völlig unschuldig.

Die Verhältnisse sind höchst verwickelt, sie sind aber nicht unlösbar, wenn sie ^vn allen Seiten rücksichtsvoll behandelt werden. Der Preis des Friedens, ^n Preußen 1815 bis 1848 zahlte die vollständige Paralysirung seiner eignen Kräfte, war zu theuer; er würde auch nichts mehr fruchten, da Oestreich seine Lethargie gleichfalls abgeschüttelt hat, da in Deutschland der Wunsch nach einem po­etischen Fortschritt sich immer heftiger regt, da in Preuße» selbst durch die consti- tntionelle Verfassung die öffentliche Meinung ein Organ gefunden hat. Der Nath, Unter allen Umständen sich mit Oestreich zu verständigen, ist müßig- zu allen Verständigungen gehören zwei. Oestreich war unter Mctternich mächtiger, selbststän- d'gcr (es verlangte für seine italienischen Verwicklungen keine BuudcShilse!) und weniger anspruchsvoll als heute. Wenn Preußen den seiner Lage angemessenen Ein­guß am Bunde, die Unabhängigkeit der Action nach Außen erlangt; wenn Hanno­ver und andere Länder nicht fortwährend auf das empfindlichste daran erinnern, d"s> sein Gebiet ein zerstückeltes ist: so wird es ihm nicht einfallen, mit Verleugnung seiner natürlichen Sympathien eine Rolle zu spielen, die immer etwas Abenteuer- "ches hätte. Wie die Sachen jetzt stehen, ist Preußen nicht mehr der Angreifer, sondern die Koalition der andern deutscheu Staaten, die Preußen in eine gegen seine bisher als gerecht anerkannten Ansprüche untergeordnete Lage bringen wollen. Die ^'"ißischc Regierung und das preußische Volk sind ebenso deutsch gesinnt als jede andere; und jenes Händcwaschen war voreilig. j- -j-

Litmillir.

Erinnerungen an die Jahre 18V7181!Z. Von Prof. Siegfried .^U'sch. Berlin, Hertz. Ein anziehendes Gemälde der Persönlichkeiten, die sich jener Periode um das preußische KönigShaus gruppirtein I. Müller. Fichte, Achim ^ Arnim, Schleicrmachcr, Schenkcndorf, Erzbischof Borowski u. s. w.Man ver- Mßt leicht, daß nicht blos die Ausklärung, daß auch die Nomantik ein berliner Kind ^' Ihren Führern nach stammt sie zu gutem Theil aus dem, Ratbhaus und von Zunstbank Berlins. - Ihre ersten Leistungen fallen in die Jahre 17»!;1705, ' " hier noch der Proceß des Zopfschulzcn die wichtigste öffeutliche Angelegenheit war.

fthx merkwürdiges Zusammentreffen: es zeigt recht, wozu dieser Boden bestimmt 'st- Die elassischcn Dichtungen, die Philosophischen Systeme sind hier nicht zum eben gekommen: deren Geburt suchte stillere Hallen; erst da sie reif und fertig, sind ''e auf diese Bühnen, in diese Hörsäle getragen worden. Aber Alles, was Kampf