370
langen, werden sich am eifrigsten gegen diese Oeffentlichkeit sträuben, es gefiele ihnen wohl. Reformatoren zu scheinen, aber nicht, Reformatoren zu sein, es waren ihnen nur Veröffentlichungen genehm, die das Interessanteste verschweigen und das Geheimniß unter dem Schein der Offenheit begraben und nicht viel mehr bedeuten, als publicistische Bearbeitungen der Nation. Es ist gar zu schon, durch den Schulz der Gemeinschaft und der Heimlichkeit zu erreichen, was der Einzelne nicht offen verfolgen kann.
Kobersteins Literatnrgeschjchte.
Grundriß der Geschichte der deutschen Nationalliteratur, entworfen von August Koberstein. Vierte, durchgängig verbesserte und zum größten Theil völlig umgearbeitete Ausgabe. Leipzig. Vogel. — Zweiter Abtheilung andre Hälfte, Fortsetzung und Schluß- vorläufig ohne Tttel S-19«5 bis S. 2346. Die Seitenüberschrift dieser beiden Lieferungen ist gemeinschaftlich mit der des zweiten Bandes: Sechste Periode. Vom zweiten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts bis in das beginnende vierte Zehnt des neunzehnten. Diese Ueberschrift geht von S. 839 bis S. 1902 (enthält die Periode von 1740 bis 1794) und dann S. 1965 bis S. 2340 (enthält die Periode von 1794 bis 1805, aber noch nicht vollständig) unverändert fort; sie wird auch noch die folgenden Lieferungen (die Periode von 1805 bis 1832) kenntlich machen. Diese Gleichförmigkeit derUebcr- schriftcn ist einer von den zahlreichen Uebelstäudcn des ausgezeichneten Werks, auf die ich hier aufmerksam mache, um zugleich dem Besitzer des Grundrisses die Möglichkeit der Abhülfe zu zeigen.
Alle jene Ucbelstände gehn aus einem hervor: das Buch sollte ursprünglich ein gedrängter Grundriß sein und war nach diesem Zweck aus gründlichst"' Einsicht in die Thatsachen heraus mit vollkommener historischer Logik geordnet. Als Koberstein bei der neuen Ausgabe die Erweiterung beschloß, hatte er wohl den außerordentlichen Umfang, zu dem dieselbe anschwellen würde, nicht im voraus berechnet. Er behielt also in der Hauptsache den ursprünglichen freilich sehr verbesserten Text bei und verlegte die Zusätze in die Anmerkungen. Jedesmal, wenn im Text ein neuer Name austrat, gab die Anmerkung die vollständige Biographie bis zum Lebensende; da nun aber das Buch sehr langsam vorschritt, so fand er im folgenden häusig Gelegenheit, auf denselben Namen zurückzukommen und das biographische wie das biblio-