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Von der preußischen Grenze.
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furchtbaren moralischen Niederlage ist Oestreich noch lange nicht genöthigt, auch nur Tvöcana, Parma oder Modena aufzugeben, geschweige denn die Lombardei.

Wie es heißt, haben sich die Mittclstaaten dazu verstanden, die militärische Füh­rung an Preußen zu übertragen. Dieses dürste indeß so lange ein leeres Wort bleiben, als es nicht auch politisch garantirt wird. Der unbedingte Gehorsam der Truppen hängt davon ab, daß auch die deutschen Regierungen offen, ehrlich und un­bedingt mit Preußen gehn. Eine Garantie dieser politischen Einheit ist militärisch nothwendig, das deutsche Volk hat aber noch ein anderes Interesse dabei, denn wenn der Krieg ohne dieselbe unternommen wird, so führt er im günstigsten Fall d. h. wenn wir Frankreich fo entschieden besiegen, als wir es kaum zu hoffen wa­gen, zu einer wilden Reaction, zu einer Befestigung des Iunkcrthums, und da die nationale Kraft durch harte Anspannung ihren Widerstand verliert, zu dem nämlichen Pvlizeircgiment, dessen Glück wir von 18171840 gekostet haben. t'I'

15. Juni. Der Würfel ist gefallen! möge es zum Heil für Deutschland geschehen sein.

Die Mobilisirung von sechs Armeccorps noch vor vier Tagen von der Pr. Z. in Abrede gestelltwird die der andern voraussichtlich bald nach sich zieh». Der Prinz hat denjenigen Ministern und Gesandten, welche gegen die neue Politik Bedenken haben sollteil, anheimgestellt, ihre Entlassung zu nehmen; was gewiß ganz in der Ordnung ist, da eine entschiedene Politik nur dann verfolgt werden kann, wenn sämmtliche Agenten in der Hauptsache einig sind.

Zunächst beginnt das diplomatische Spiel - mit welcher Aussicht auf Erfolg, darüber gibt die neueste östreichische Circularnote eine Andeutung, welche jede Art von Concession an Frankreich für seiner unwürdig, darstellt, da die Verluste in keiner Weise entscheidend wären, und da der Krieg jetzt erst recht angehn wird. Was im Uebrigcn (abgesehn von dem Commandv und der diplomatischen Leitung) an Preu­ßen für Concessionen gemacht sind, ist uns nicht bekannt.

Da die preußische Landwehr auf längere Zeit nicht unthätig stehn bleiben kann, sehn wir einer schnellen Entscheidung entgegen. Wie auch unsere Ansicht über die Zweckmäßigkeit dieser Maßregel sein mag: jetzt, vor dem blutigen Ernst, muß jeder Widerstand verstummen; wir sind nicht mehr Partei, wir sind alle Söhne des Vaterlandes, an dessen Heil das unsrige aufs innigste geknüpft ist. Noch hat es Preußen in der Hand, als Schirmer und Führer Deutschlands sich politische Ga­rantien für die Zukunft zu geben, die nicht blos in leeren Versprechungen bcsiehn.

Gott habe seine Hand über uns! t f

Lord Palmerston.

Alle Welt ist geneigt, den Sturz des bisherigen englischen Ministeriums als eine europäische Kalamität zu betrachten, und die Whigs, namentlich Lord Palmer­ston, eines factivsen Verfahrens zu beschuldigen, das an Verrath grenze. Auch wir können das Verhalten derselben nicht stark genug verdammen. Aber wir gehn