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Ein Bild italienischen Wander- und Klosterlebens.
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Thore halten, so daß wir erst mit eingebrochener Dunkelheit, nachdem wir die lange Allee zwischen den himmelhohen Weinbergsmauern der vig. äi xorta, 3- Iiorensio hinter uns hatten, nahe bei der Kirche 8. Uaria mg-gZiore in die eigentliche Stadt gelangten. Wie es des Vetturins höchstes Befremden erregte, daß ich mich von ihm hatte bescheiden lassen, welches auf dem Wege von Ti- voli her der xvnte Niunmvlo, welches der xonte I^ieiuro sei, so erstaunte er noch mehr (vermuthlich weil er wol selten einen zum ersten Mal Rom Besu­chenden von Tivoli her hereingefahren haben mochte), daß ich nach Musa LardörinÄ, nach Montana nach rnonts eitoi'io im Vorüberfahren fragte;

es waren mir dies zwar lang bekannte Klänge, und ich hatte mir zu Haus den Plan von Rom möglichst in den Kopf geprägt, aber ich wollte doch aus anderem Munde die Bestätigung und Gewißheit haben, daß ich wirklich und wahrhaftig den Strahl des Berninischen Triton aufsprühen und die Säule Antonins in die Höhe ragen sähe, daß ich wirklich und wahrhaftig das Was­ser des Trevibrunnens rauschen höre, mit einem Worte, daß ich in der ewigen Stadt sei. Die ganze Macht dieses Bewußtseins versteht nur, wer sie an sich selbst erfahren hat. > A. St.

Der Tod des Reichsoerwesers.

Er konnte später sterben! es Hütte die Zeit sich sür ein solches Wort ge­funden!" An den Ehren und Feierlichkeiten, die dem Erzherzog des alten Hauses ziemen, wird es nicht sehlcn; aber daß in seinem Sarge ein gutes Stück unserer Geschichte schläft wer hätte jetzt Zeit, sich daran zu erin­nern! Und doch wollen wir versuchen, die Aufmerksamkeit dahin zu len­ken; denn He Frage, zu deren Lösung er vor elf Jahren berufen zu sein schien, ist noch heute nicht gelöst.

Blättern wir heute in den stenographischen Berichten der deutschen National­versammlung, so kommt uns vieles wunderlich und unbegreiflich vor; zu den seltsamsten Scenen vielleicht gehört die Einführung des neu erwählten Neichs- verwesers in die Paulskirche, den 12. Juli 1848. Einige Tage vorher waren die Berichte der Abgeordneten vorgelesen, welche den Auftrag hatten, ihm die Wahl zu verkündigen. Schon diese Berichte überströmten von Jubel über den Empfang des Volkes, namentlich der Baiern und Oestreicher. Es wurde