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Cherbourg.
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Cherbourg.

In den verflossenen Wochen war die englische und die französische Presse mit keiner Frage so lebhaft beschäftigt, als mit der Frage nach der Bedeu­tung Cherbourgs, wo soeben der große Molo und das zweite Bassin des Kricgshafens fertig geworden waren, durch welche dieser Punkt zur ersten Seestation Nordfrankreichs wurde. Die französischen Zeitungen suchten die von den englischen nichtministeriellen Blättern ausgesprochenen Befürchtungen zu widerlegen. Nur derUnivers" durfte das Gegentheil sagen.Eine große Nation." rief er aus,sollte allezeit kühn Farbe bekennen und nie gestatten, daß ihre Maßregein falsch gedeutet werden. Verkünden wir es laut, daß Cherbourg von einer feindseligen Stimmung gegen England geschaffen ist und daß sonst seine Erbauung unnöthig gewesen wäre. Die Lage Cherbourgs spricht dies so deutlich aus, daß sie Großbritannien nöthigt, stets ein kampf­bereites Geschwader zu halten. Im Fall eines Kriegs im Mittelmeer würde Cherbourg England schwächen; denn es würde in die Nothwendigkeit versetzt sein, diesen Hasen mit einer Flotte zu bewachen, um zu verhüten, daß rasch fahrende Dampfer eine Armee auf britischen Boden würfen. Das französische Volk begreift diese Vortheile eine Thatsache, welche das ungeheuere Inter­esse erklärt, das es an Cherbourg nimmt. Nationen besitzen Jnstincte, welche sich niemals täuschen. Dieser Hafen, der vorgeschobene Posten auf .dem Wege nach England, verkündigt Großbritannien, daß die französische Flotte wieder aufgelebt ist."

Anders derMoniteur de l'Armie" und mit ihm die sämmtlichen Regierungs­blätter. Sei es schon für ein Heer, das zu Lande gegen ein Nachbarreich vorrücke, trotz der Vortheile der Eisenbahnen unmöglich, den Feind zu über­raschen, sagten sie, so sei dies noch weit weniger ausführbar für eine Armee, die zu Schiffe in ein feindliches Land zu transportiren wäre. Hätten doch die 37,0>)0 Mann der Armee, welche Algier angegriffen, drei Monate Vor­bereitung und die Zusammenziehung von 100 Kriegsfahrzeugen und 400 Transportschissen in Toulon bedurft, um ihre Aufgabe mit Erfolg lösen zu können. DieTimes" ließ sich dadurch nicht bekehren, sie behauptete, auch nachdem es entschieden war, daß die Königin der Einladung des Kaisers, an den Einweihungsfeierlichkeiten Theil zu nehmen, Folge geben werde, dasselbe, was der Uawers in seinem Haß gegen das protestantische England von Ehcrbourg gesagt, und rieth trotzdem, daß die Neiterstatue Napoleons I-, die bei Gelegenheit der Einweihung des neuen Hafens enthüllt werden sollte, eine Stellung bekommen hatte, wo ihr ausgestreckter Arm nicht, wie ur-