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Aus der römischen Kaiserzeit : das Theater.
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führte, trat natürlich je nach der Rolle in verschiedenem Costüm auf. unter den Nebenfiguren war die Person des Dümmlings oder Fressers (Parasiten) wie gesagt, stehend, der sich durch Pausbacken, kahlen Schädel und vermuthlich eine auch sonst charakteristische Tracht auszeichnete. Am meisten unterschieden sich die Mimen vor allen übrigen Theaterstücken dadurch, daß die weiblichen Rollen in ihnen allein von Frauen gespielt wurden. Schon in der letzten Zeit der Republik war das Einkommen dieser Tänzerinnen glänzend und ihre Verhältnisse zu hervorragenden Persönlichkeiten gaben ihnen zuweilen eine gewisse Bedeutung. Gewöhnlich führten sie auf Verlangen des Publicums Tänze auf. bei denen sie das Obergewand abwarfen und in mehr oder weniger vollständiger Nacktheit erschienen. Als Cato von Utica einmal beim Feste der Flora, an dem regelmäßig Mimen gespielt wurden, im Theater war, scheuten sich die Zuschauer in seiner Gegenwart diesen Wunsch zu äußern. Cato be­merkte, daß man sich um seinetwillen Zwang auflegte und verließ das Theater. Doch wurde die Lascivität dieser Aufführungen in der späten Kaiserzeit noch sehr überboten, namentlich in den großen Städten des Orients. Man mag bei Gibbon die Berichte Prokops über die Vorstellungen nachlesen, mit denen die spätere Kaiserin Theodor« (Gemahlin Justinians des ersten) das Publi- cum von Konstantinopel entzückte. In Antiochia wurden sogar im Theater Badescenen auf dem Theater in einem eigens dazu erbauten Bassin mit voll­ständiger Natürlichkeit dargestellt.

So war also auch das Theater in Rohheit und Gemeinheit versunken und seine Vorstellungen zum Dienst eines groben oder raffinirtcn Sinnenkitzels herabgewürdigt. Anstatt dem verderblichen Einfluß der Amphitheater und Cirkcn die Wage zu halten, half es die Korruption und Verwilderung der Bevölkerung befördern, und trug nicht am wenigsten dazu bei, die Zerstörung der antiken Cultur zu beschleunigen.

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Schleierumchers Briefe.

Aus Schleiermachcrs Leben. In Briefen. 2. Bände. Berlin. G. Reimer.

Endlich haben sich die Verwandten Schleiermachers entschlossen, seine Briefe dem Publicum mitzutheilen. Sie verdienen dafür den wärmsten Dank der Nation. Einmal werfen diese Briefe auf eine Periode unserer Literatur, deren inneres Leben man immer noch nicht vollständig kannte, ein neues,