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Die Handelsfreiheit in England.
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den Markt seiner Colonien. Es überläßt den übrigen Regierungen, nament­lich der französischen, die Verantwortlichkeit, in ihren Ländern das Schutzzoll­system mit allen seinen Nachtheilen für die Entwicklung des Nationalreichthums und für den Fortschritt des VolkSglücks, mit- seinem verderblichen Einfluß auf die Ursachen der öffentlichen Ordnung fortzusetzen. England, dessen Handlungs­weise so oft eine egoistische genannt worden ist, hat in der Handelsfreiheit eine wahrhaft uneigennützige und großartige Politik befolgt, wie sie äußerst selten gefunden wird, es hat an sich selbst mit lobenSwerthem Muthe ein mühevolles Experiment vollzogen, dessen Erfolg zwar von der Theorie verkündet wurde, aber durch die Praxis widerlegt werden konnte.

Korrespondenzen.

Dresden, 8. November. Gestern'fand im hiesigen Hostheater das üb­liche Concert zum Besten der Pensionskasse des Sängerchors statt. Franz Liszt, einer an ihn gestellten Einladung folgend, war von Weimar herübergekommen und das ihm seit Langem fremd gewordene dresdner Publicnm drängte- sich mit Neugier zu der angekündigten Aufführung. Um zwei Orchestercompositioneu han­delte sichs dies Mal. Der Theaterzettel verkündigte als ersten Theil: Prome­theus, symphonische Dichtung und Chöre zu Herders dramatischen Scenen; als Zweiten: Symphonie zu Dantes Divina Commcdia, nnd zwar: -I) die Holle (mit der Episode der Fraucesca da Nimini, 2) das Fegfcucr (mit dem Schlußchor: Mag- nificat Anima mea Dominum).

Am Tage der Aufführung wurde mit der constitutiouellen Zeitung ein Bei­blatt von dem halben Umfange jeuer Zeitung ausgegeben. Der nicht unterzeich­nete Verfasser des Beiblattes benachrichtigt das Publicum: beide Touwerkc seien noch Manuscript, uud es fehle ihnen noch das erläuternde Programm, mit welchem ^er Compouist sonst seiue frühern Compositioneu zu begleiten pflegte. In Erman­gelung dieses Programms gibt er den Wortlaut ciues Vorworts von Liszt wieder, welches die im Stich bereits erschienene Prome-thcnsvuvcrture in das Verständniß der Hörer einzuführen bestimmt war.Es genügte," sagt Liszt in diesem Vor­worti Musik die Stimmungen aufgehen zu lassen, welche unter 'dcu ver­schiedenen, wechselnden Formen des Mythus seine Wesenheit, gleichsam seine Seele, bilden: Kühnheit. Leiden, Ausharren, Erlösung kühnes Hinanstrcbe» nach den höchsten Zielen, welche dem menschlichen Geiste erreichbar scheinen, Schaffensdrang, Thätigkeitstrieb. - - . Sündentilgcnde Schmerzen, welche unablässig an dem Le­bensnerv unseres Daseins nagen. ohne es zu zerstören; Vcrurtheilnng, augeschmic- bet zu sein an den öden Userfclscn unserer irdischen, Natur'; Angstrnfe nnd Thrä­nn aus unserm Hcrzensblut .... Aber ciu unentreißbarcs Bewußtsein augeborncr ^röße ,c. !c." Und schließlich:Ein tiefer Schmerz, der durch trotzbictcndcs Aus. ^rren trtumphirt, bildet den musikalischen Charakter dieser Vorlage." Diese Worte Grenzbvteu IV. 18L7. Hg