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unrecht sein würde, die erstere zu wählen, so darf man doch nicht vergessen, daß das Interesse einer zahlreichen Partei mit den Ansprüchen der gesunden Vernunft im Kampfe begriffen ist. Wenn wir daher behaupten, daß man niemals die Thorheit begehen kann, aus Kansas einen Sklavenstaat zu machen, so lassen wir die wichtige Thatsache unbeachtet, daß der Süden ungemein dabei interessirt ist, die Sklaverei aufrecht zu erhalten, und sie über ein neues Territorium zu verbreiten. Ueberall zeigt uns die Geschichte der Sklaverei in Amerika einen gegenwärtigen Gewinn, der mit einem Verlust am Ende erkauft wird; dem Kinde wird eine verarmte Erbschaft hinterlassen, um dem Vater einen augenblicklichen Profit zu verschaffen. Um einen Ersatz dafür zu haben, daß das Land fast sich selbst überlassen bleibt und folglich nicht im Werthe steigt, ist es von der.größten Wichtigkeit für die Pflanzer des Südens, den Werth ihres SklaveneigenthumS aufrecht zu erhalten oder ihn noch zu vergrößern. Obgleich sie nur eine eingebildete Quelle des Reichthums sind, ist doch das Steigen der Preise für Sklaven wichtiger für den Pflanzer, als daS Steigen der Preise für Land, da er vcrhältnißmäßig mehr Geld in den ersteren als in dem letzteren angelegt hat. Und um dies Resultat zu erlangen, gibt es kein besseres Mittel, als die Vergrößerung des Sklaventerritoriums, da dies der Eröffnung eines neuen Marktes sür Sklaven gleichkommt.
Aus Virginien allein beziehen die Staaten am Mississippi jährlich mehr als zehntausend Sklaven, was, wie man eingestehen muß, wohl zur Zucht von Sklaven ermuthigt.
Man sagt, daß Gouverneur Wise den Pflanzern in Virginia erklärt habe, daß der Werth ihrer Sklaven von eintausend auf drei- oder sogar fünftaufend Dollars steigen würde, wenn man Californien zu einem Sklavenstaate machen könnte.
Daher hat jeder Sklavenhalter ein augenblickliches persönliches Interesse daran, den Boden der Sklaverei zu vergrößern, sollte dies auch am Ende den Ruin ' deS Landes und der Entwickelung seiner Hilfsquellen herbeiführen."
Korrespondenzen.
81». 12. Oktober. — Wer als Fremder durch die Straßen der großen Weltstadt London wandert, wird manchmal im dichtesten Gedränge von dem Rufe überrascht: 'VVsrt! Uiievn» (Wahrt Euch vor Taschendieben!) Die anscheinend so menschenfreundliche Warnung bringt unter dem dichtgcschaartcn Haufen der Fußgänger meistens eine solche Aufregung hervor, daß er zu einem verwirrten Knäuel wird, in dem
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