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ausübten, zu beobachten, war merkwürdig genug, und grade;» betrübend war es, zu sehen, wie jeder sich Mühe gab, seinen Nachbar zu täuschen und sehr gemüthlich und lustig zu sein. Es wurden unaufhörlich Witze gemacht, aber schlechte, und des Lachens war kein Ende, aber eS kam nicht vom Herzen; man schwelgte bei Tafel und trank die Hälfte deS noch vorhandenen Heidfiek auS; man sang Negerlieder, denen eö nur an Ton, Rhythmus und Harmonie fehlte, die aber diesen Mangel durch Lärm ersetzten; und zuletzt ging eS inS Theater.
Die Bühne war natürlich auf dem Verdeck aufgeschlagen, aber die Decke deS Filzzeltes sperrte den Himmel hinauö. Eine große Schisssflagge, die Zwischen der Kambüse und den Bollwerken aufgespannt war, diente als Vorhang und einige Fleischfässer und Lichterkiste» stellten daö Parket vor. DaS Thermometer stand anfangs auf sechs Grad unter Null; aber die freundlichen Elemente stellten bald eine günstigere Temperatur von vier Grad unter Nall her.
Man gab die „Blauen Teufel;" eS war drollig, sehr drollig. Niemand konnte seine Rolle und der Souffleur konnte nicht geläufig genug lesen, um sein Amt ganz auszufüllen. Alleö und jedes, mochte eS Scherz oder Zorn oder ein Gemeinplatz oder eine pathetische Rede sein, ward in dem hochtragischen hohlen Tone der Verzweiflung gesprochen; fünf Worte auf einen Ruck oder mehr oder weniger, je nach der Geschicklichkeit deS Souffleurs. Annette, die erste Liebhaberin des Stückes, war ein sechs Fuß hoher Jrländer, NamenS Daly, und nahm die Aufmerksamkeiten ihres Liebhabers mit elephantenhafter Grazie auf.
Der Vorstellung folgte „daS sternbestreute Banner", ein amerikanisches Nationallied, dann eine kunstreiche Marseillaise von dem französischen Koch Henri; ferner ein Matrosensolotanz von einem vielbegabten Mitglied der SchiffS- gesellschafr, einem Matrosen Bruce aufgeführt, wobei das Orchester ein Kamerad vertrat, der von Zeit zu Zeit von einem Speckfaß aus die Maultrommel spielte. Alles fühlte sich sehr glücklich. Am Morgen war ein Wettlaufen über das Eis für drei Preise, jeder von einem Flanellhemd und einem guten Trunk. Der Tag war Nacht, die Sterne schienen schwach durch den Nebel, daö Thermometer stand im Minimum auf 16 und im Marimum auf 7 Grad unter Null.
Zur Situation in Ostindien.
Einer der besten Kenner der Verhältnisse in Ostindien, Leopold v. Orlich hat soeben unter dem Titel: „Sendschreiben an Lord W. über den Militäraufstand in Indien, seine Ursachen und Folgen" (Leipzig, G. Mayer) seine Ansicht
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