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außer Uebung gewesen war, in äußerst kurzer Zeit beides, waS mich zum Schreiben aufgeregt hatte, in Versen auszudrücken." Die Verse wollen wir den Lesern ersparen, mau weiß, wie es sich auönimmt, wenn ein Pedant „sich bemüht, locker und lose zu sein," sie könnten Wort für Wort von Gottlob Biedermaier oder Horatius Treuherz herrühren. „Ich machte mich darauf au elegische Gedichte; auch diese brachte ich nicht minder schnell zu Stande; durch meine Leichtigkeit ließ ich mich verführen noch andere hinzuzufügen, und als ich in die Stadt zurückkam, las ich sie meinen Bekannten vor^uud fand Beifall. Später versuchte ich verschiedene VerSmaße, wenn ich grade Zeit hatte, besonders auf der Reise. Zuletzt beschloß ich nach dem Beispiel so vieler einen Band von Hendekasyllaben besonders herauszugeben, und es thut mir nicht leid. Er wird gelesen, abgeschrieben, auch gesungen; selbst von Griechen, die aus Liebe zu diesem Büchlein Latein gelernt haben, zur Cither und Laute vorgetragen. Doch wozu diese Ruhmredigkeit? Freilich uns Dichtern ist etwas Schwärmerei gestattet, und demnach rede ich nicht von meinem eignen Urtheil sondern von andern, deren Kritik, sei sie nun richtig oder unrichtig, mir angenehm ist. Ich kann nur wünschen, daß auch die Nachwelt ebenso urtheilen, oder ebenso irren möchte."
Auf ähnliche Weise, wie es hier Plinius mit komischer Naivetät beschreibt, sind damals sicherlich Unzählige zum Versemachen verleitet worden, die in einer andern Zeit ihre Muße auders ausgefüllt haben winden. Fast alle Motive der Dilettanten sind hier aufgezählt. Langeweile, Eitelkeit, Nachahmungstrieb, Sprach- und Versgewandtheit, der Wunsch sich zu vervollkommnen, die Mode. Eine Coterie, die den neuen schüchternen Musenjüuger auf den Schild hob, fehlte niemals, wenn er wie Plinius reich, vornehm und angesehen war. Und mit der Zeit sing er selbst an zu vergessen, wie viel Mühe es ihm gekostet hatte, schalkhaft und ausgelassen zu sein, uud über den Beifall der Mitwelt beruhigt, sich schon über den Ausspruch der Nachwelt Sorgen zu machen!
Englisches und schottisches Bankwesen.
Das Actiengesellschasts-, Bank- und Versicherungswesen in England. Von Carl Sch we be m av er, im Königl. Preuß. Gcncralcvnsulat zu London.—
Eine fleißige, wenn auch nicht immer durchsichtige und vollständige Arbeit über die im Titel ausgedrückten Gegenstände. Sehr dankenswert!) ist jcden- alls die Zusammenstellung der heulig en Parlamentsgesetzgebung über das eng-