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Die französischen Philosophen des 19. Jahrhunderts.
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Wicklung beobachtet hat die äi^voli msmdra, puelas." Je zweifelhafter ihm die Untrüglichkeit der philosophischen Methode wnrde, desto schärfer trennte er die religiösen Streitfragen von den philosophischen.Es liegt in der menschliche» Natur eine dunkle Stelle, im menschlichen Geschick ein unerforsch- liches Geheimniß; der Gegenstand der Religion eristict ebenso wirklich, wie der irgend einer Wissenschaft, aber er entzieht sich der vollständigen Kenntniß. Die Substanz der Religion, d. h. der ursprüngliche Glaube, läßt sich durch das Studium des menschlichen Geistes ebenso genau nachweisen, wie jede andere wissenschaftliche Thatsache, und die Religion, die sie unentstellt über­liefert, ist die rechte." Seine Porlesungen forderten eine stille Sammlung, uud hielten jede Beziehung zur Wirklichkeit fern. Jouffroy war müde ge­worden; nachdem er in seiner Jugend mit Anstrengung die Wahrheit gesucht und sie in einem Augenblick des stolzen Enthusiasmus zu finden geglaubt, schloß er mit der Resignation, und seine Moral ging auf den Katechismus zurück.

Auch au der Politik nahm er Theil; er wurde im Juli -1831 in die Deputirlenkammer gewählt und trat in dieselbe mit dem festen Entschluß ein, sich keiner Partei anzuschließen. Auf die Länge kann ein solcher Entschluß nicht durchgeführt werden, weil man mit ihm zulegt jede Wirksamkeit aufgibt. Er schloß sich mehr und mehr dem Kreise an, zu ccm er seiner Bildnng nach gehörte, ten Doctriuärs; doch hat er daS Verdienst, zuerst sehr entschieden eine Wahrheil ausgesprochen zu haben, die damals große Perwunderung er­regte, die aber durch die spätern Ereignisse zur Evidenz erhoben ist, daß näm­lich in Beziehung auf alle wesentlichen Dinge alle Nuancen der constitntivnellen Partei vollkommen einig sind, und daß die Streitigketten zum großeu Theil aus persönlichen Motiven hervorgehen. Jvuffroy starb den -I. März -1847.

I. S.

Literatur.

Weimars Geniu S. Eine Festgabe in Lebensbildern von G. Treumund. Weimar, T. F. A. Kühn. Das Bnch, veranlaßt durch die Scptcmberseier, gibt in theilweise recht ansprechenden Gedichte» jeden», der zum Glänze Weimars bei­getragen, sein gebührendes Theil Lob. Voran geht eine Biographie Karl Augusts, dann wird das Fürstenhaus von Johann Friedrich dem Großmüthigen bis auf den jetzt regierenden Großherzog besungen, baun iu ihren hauptsächlichsten Vertretern Religion und Kirche, Wissenschaft und Kunst des einstigen uud jetzigen Weimar. Auch Joseph Naut, Hoffmauu v. Fallerslebeu spieleu ihre Rolle im Masteuzug, uud so wird diese Festgabe in Weimar, für das sie vorzüglich bestimmt scheint, sicher allgemeine Befriedigung erwecken. Beigegeben ist ein hübsches Porträt Karl Augusts.

Verantwortlicher Redacteur: v. Morijz Busch. Verlag von F. L. Her big.

i» Leipzig. Druck von C. E. Eldert in Leipzig.