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Der neueste englische Roman und das Princip des Realismus.
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oder der Grille, aus diesem Labyrinth einen Weg zu suchen. Die sittlichen Zustände Altenglanvs stehn auf festerer Grundlage, als die deutschen Touristen sich einbilden, die jetzt mit wunderbarem Behagen, angeregt grade durch die Nvmcmschreiber, die Schattenseiten derselben aussuchen. Aber die Flut jener demagogischen Literatur ist doch zu groß, als daß sie nicht endlich eine Wir­kung ausüben sollte. Der Realismus der Poesie wird dann zu erfreulichen Kunstwerken führen, wenn er in der Wirklichkeit zugleich die positive Seite aufsucht, wenn er mit Freude am Leben verknüpft ist, wie früher bei Fielding, Goldsmith, später bei Walter Scott und theilweise auch noch bei Dickens; wo er aber der Kritik und der reinen Prosa ins Handwerk greift, wird er eben­so gefährlich in sittlicher Beziehung einwirken, als unerfreulich in ästhetischer.

I. S.

Alls Paris.

3- . '

Ponsard und die Akademie.

Die Konferenzen sind, wie der Monitcnr morgen bestätigen wird, vor der Thüre. Die politische Bewegung ist indessen hier keine große, und man sieht mit ziemlicher Gleichgültigkeit den Dingen in Sicilien und auch dem Nahen des Con- gresses entgegen. Die Hindernisse, welche der fast zu Stande gekommene» Ver­einigung der Vertrag schließenden Mächte noch entgegenstehen mögen, sind nicht von beunruhigender Art, und man weiß auch, daß die Ausgleichung durch die neue Konferenz ebenfalls keine radicale Befestigung von Europas Zuständen bewir­ken kann.

Es ist deshalb Zeit, daß wir von der Politik absehen und uns ans dem litera­rischen und geselligen Gebiete etwas umsehen. Thut sich doch auch die französische Akademie etwas zu Gut darauf, daß sie eine Empfangssitzung begehen konnte, ohne auf das Interesse politischer Anspielungen pochen zu müssen. Seht ihr, rufen die akademischen Blätter triumphirend aus, die Vierzig können auch amüsant sein, geist­reich sein, zarte Damcnhändchcn in Bewegung setzen, ohne über den allgemeinen Sündenbock, die Negierung, herznfallen. Das Meisterstück haben die Herrn Pon­sard und Nisard zn Wege gebracht. Der Verfasser der Lucrezia, der Charlotte Corday, der Börse, hat seine Antrittsrede als Nachfolger von Baour - Lormiau ge­halten und Herr Nisard ihm im Namen der Akademie geantwortet. Wie üblich hat Ponsard von seinem Vorgänger und Nisard von dessen Nachfolger viel Schönes gesagt. Das neue Akademiemitglied, das seit mehren Monaten an seiner Rede gearbeitet hat, versuchte es, den längst ausgesochtenen Streit zwischen den Romantikern und Klassikern aufs neue zu beleben, indem er ihn zum Gegenstände seiner Abhandlung gemacht. Wir halten uns blos an diesen Theil, denn von Baour-Lormian, dem Ver­sasser verschiedener Theaterstücke, dem schlechten Ucbersetzer von Tassos befreitem Jerusalem, dem Nachahmer Osfians läßt sich nur so viel sagen, was einst die