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Staatsmanns ^. nicht aus der lebendigen Einsicht, sondern aus einer todten Doctrin hervorgeht.
I. S.
Korrespondenzen.
Ans Äonstlttltillopel 7. November. — Expeditio n wider Persien. — Die bevorstehende Expedition wider Perficn hat, wie ich aus englischen Blättern ersehe, nicht die Majorität in der öffentlichen Meinung Englands sür sich. Man kann diesem Verwersinlgsurtheil sich unter gewissen Bedingungen anschließen. Zunächst ist,es klar, daß der gegenwärtige Augenblick zu einem entscheidenden Eingreifen der britischen Politik in die Geschicke Vordcrasiens etwas verfrüht erscheinen muß. Weder ist England für die Durchführung solches Unternehmens gegenwärtig besser firuirt, als es vor fünf oder zehn Jahren gewesen, noch sind die ihm entgegenwirkenden Kräfte auf dem betreffenden Felde heute schwächer, wie zu jener Zeit. Dagegen ist mit Sicherheit vorauszusehen, daß nach neu verflossenen sünf oder sechs Jahren Großbritanniens Stellung gegenüber dem persischen Schah und den sein Gebiet berührenden Ländern wirklich eine andere, und in vielen Beziehungen günstigere sein wird. In jenen Tagen nämlich werden nicht nur die indischen Eisenbahnen, an denen man jetzt arbeitet, und die, wicwol hauptsächlich sür Handclszwccke angelegt, dennoch eine sehr große strategische Bedeutung nicht ausschließen, vollendet sei», sondern auch die Thalbahn des Euphrat wird mindestens auf der Strecke zwischen dem Mittelmeere und Jafer Castlc (Jschabcr Castle oder Kaie beu Balis) vollendet und möglicherweise noch weiter, vielleicht bis Bagdad geführt sein. Dieser Moment wäre dann mehr wie irgend ein vorausgegangener, und vielleicht auch besser als jeder der nachfolgenden dazu geeignet, um Englands Kräfte zu dem großen Entschcidungskampse, den es zwischen Rußland und Britannien um die erwähnten Gebiete auszustreiten gilt, in das Feld zu führen. Denn — das wolle man nicht vergessen!— um jene Zeit wird der Zar noch nicht irgend einen bedeutenden Vortheil aus deu Bahnbauten ziehen können, die eben durch das Gouvernement zu St. Petersburg ausgeschrieben worden sind. Sie erstrecken sich aus das eigentliche (europäische) Nuß land, greifen in das hier allein in Frage kommende Gebiet, das kaukasische und transkaukasische, nicht hinein, und werden nach Analogie der Zeit, deren man zur Herstellung der Schiencnlinie zwischen der Newa und Moskau bedürfte, mindestens zwölf bis fünfzehn Jahre zu, ihrer Vollendung bedürfen.
Wiewol diese Verhältnisse sich unschwer durchblicken lassen, scheint es dennoch, daß Euglauds leitende Politiker sie übersehen haben und entschlossen sind, mit großen Opfern, unter einer Aufwendung verhältnißmäßig bedeutender Mittel, ein Werk in Angriff zu nehmen, welches im nachstehenden Jahrzehnt mit geringern Schwierigkeiten sich vollende» lassen würde.
Ich stelle mich, indem ich diese meine Ueberzeugung hier ausspreche, durchaus nicht auf den Boden derjenigen englischen Blätter (auch die Times war unter ihnen),