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zeichst«. Seite des schnaaseschen Werks und diejenige, die sich zunächst dem Blick aufdrängt, so würde man doch höchst ungerecht sein, wenn man seine Aufmerksamkeit darauf beschränken wollte. Es ist vielmehr namentlich in diesen spätern Bänden das eigentlich künstlerische Moment, wie sich gebührt, mit dem wärmsten Fleiße behandelt worden. Fast bei jedem einzelnen der großen Gebäude, welche der fünfte Band bespricht, erregt die warme, lebendige Theilnahme Bewunderung, mit der das kleinste Detail auf die leitende Idee bezogen, in seinen innern Gründen erforscht und nach dem festen künstlerischen Maßstab beurtheilt wird. Der Geschichtschreiber geht durchaus objectiv zu Werke d. h. er sucht jedes Mal den Sinn des Zeitalters zu erfassen und aus ihm heraus den Grund der einzelnen Unternehmungen, so wie die Ausführung zu begründen; aber diese Objektivität geht nicht so weit, die Idee des Schöllen als. ein bloßes Schlingengewächs zu betrachten, welches von dem Stamm des Zeitgeistes zehrt, nur an ihm sein Leben hat. Die Idee mvdificirt sich in ihrer-äußern Gestalt, sie bleibt aber in ihrem innern Gesetz dieselbe.
Möchte es dem Verfasser bald verstattet fein, von seinem schönen Werk, welches wir als. eins der ehrenvollsten Zeugnisse deutscher Bildung betrachten, die Fortsetzung zu geben und die frühern Bände, die durch neuere Forschungen in mancher Beziehung überholt sind, einer. gründlichen Revision zu unterwerfen. Auch auf die verwandten, Gebiete der Culturgeschichte wird das Studium desselben den günstigsten Einfluß ausüben.
GrosDeutsche Politiker.
Studien zur deutschen Geschichte und Politik. Die Ursachen des Verfalls und Untergangs des deutschen Reiches. Die Gründung des preußischen Staats. DropscuS Geschichte der preußischen Politik. PrcuszcnS Beruf. Der preußisch-östreichische Antagonismus. Die Bundesrcsoriu. Von K. Jürgens. Bremen, H. Strack. —
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Das Buch enthält zunächst eine fortlaufende Kritik der Geschichte der preußischen, Politik von Dropsen, nebenbei' aber die bekannten Ausfälle auf alle möglichen Parteien und Richtungen, die irgendwie für Prcußeu günstig sind, ohne Unterschied des Standes und der Personen, von der Kreuzzeitung an bis zur Nationalzeitung oder zum Urwähler. Übrigens verspricht Herr Jürgens in dem Nachwort, sich den Gegnern gegenüber ein sittliches Maß auflegen zu wollen. Er wolle z.B. nicht die Behauptung aufstellen, daß Dropsen darum jenes Buch geschrieben habe, um alö Professor ,in Preußen angestellt zu werden. Eingedenk dieser edelmüthigen