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Denkwürdigkeiten zur Geschichte der neuern deutschen Literatur.
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Memoiren der nachgocthischen Zeit erweckt eS die meiste Theilnahme. Daö Loos des Genius im-Allgemeinen ist nicht so schlecht, wie man es gewohnlich schildert, auch in Deutschland nicht; aber über Kleist schwebte wirklich ein böses Schicksal. Es ist an uns, dieser großangelegten Natur nachträglich Gerech­tigkeit widerfahren zu lassen.

Präsident Walker.

Die Gegenden von Mittelamerika, welche jetzt durch die Staaten Guate­mala, Honvouras, Nicaragua, San Salvador und Costa Rica ausgefüllt werben, sind bestimmt, in der Weltgeschichte einmal eine nicht unwichtige Rolle spiele». Sobald die Verbindung der beiden Meere vollständig durchgeführt sein wird, findet man hier den Mittelpunkt des Zwischenhandels unter den verschiedenen Welttheiien. Bis jetzt sieht man in jenen Gegenden noch nicht viel Gedeihen. Die drei Stämme, welche daselbst wohnen, die Creolen, die Indianer und die Neger, verabscheuen sich gegenseitig, sie verabscheuen aber gemeinschaftlich jede Art der Arbeit. Die Soldaten plündern, die Mönche, welche bereits die Hälfte deö Landes besitzen, betteln um die Producte der andern Hälfte, und das gesammte Bolk ahmt seinen geistlichen Führern nach. Wenn ein Mann, der gewandt das Pferd zu führen versteht, Geld genug hat, um fünfzig oder sechzig Abenteurer zu werben, so pflanzt er die Fahne irgend einer politischen Partei auf, verkündet seinen Entschluß, das unterdrückte Vaterland zu befreien, und gewinnt durch einen Hanostreich die Regierung, bis er sie durch einen neuen Handstreich verliert. Bei dieser permanenten Anarchie kann man leicht sich überzeugen, daß sich ein nationaler Staat nixmalS bilden wird, und in der That haben bereits sowol die Engländer als die Nordamerikaner ihr ernstes Augenmerk darauf gerichtet, sich dieses wichtigen Platzes zu bemächtige», die Amerikaner durch allmälige Einwanderung, wie in Teraö und den andern Ländern, die sich von'Merico losgerissen haben, die Engländer durch Unter­stützung eines indianischen Königs der Moskitos, den sie zu ihrem Clienten gemacht haben, und der ihnen Gelegenheit gibt, sich, so oft sie es wünschen, in die innern Angelegenheiten von Miltelamerika einzumischen. Seit -1830 hatte sich eine Compagnie in Neuyork gebildet, um den Kanal in Angriff zu nehmen; balv aber wurden die Amerikaner veranlaßt, zu gewaltsameren Mit­teln zu greifen. Die Engländer hatten ohne einen erheblichen Rechtsgrund 1832 einen Landstrich in Nicaragua besetzt und ihn ihrem Moskitokönig über­geben. Die Amerikaner wurden eifersüchtig darüber, und es scheint, als ob die geringe Streitkraft, welche die Engländer im orientalischen Krieg entwickelt