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Die Zollvereinsconferenz.
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Pflichtuugen zu übernehmen braucht. Dieses Verhältniß kann nicht länger fortdauern und es liegt ganz in der Hand der preußischen Regierung, ihm ein Ende zu machen. Da die süddeutschen Staaten ganz vergessen zu haben scheinen, welche handelspolitische Wichtigkeit Preußen und Norddeutschland überhaupt für sie hat, so wird es hohe Zeit, es ihnen fühlbar ins Gedächt­niß zurückzurufen. Preußen kündige den Bertrag und ziehe sich nöthigensalls auf die Stellung zurück, die es 1828 oder 1831 nach dem Anschluß von Kurhessen einnahm. Es weise nicht nur jede fernere Concession gegen Oestreich, sondern auch jede Aussicht auf eine solche zurück und warte ruhig die weitere Entwicklung ab. Der Handel Sachsens und sein ganzer Wohlstand ist so gebieterisch auf das Zusammenhalten mit dem Norden hingewiesen, daß eS dem neuconstituirten Verein nicht lange fern bleiben kann und Baiern und Würtemberg, die Führer der Opposition der süddeutschen Staaten, mögen sich dann unbehindert vom norddeutschen Handelsneid der Ausbeutung der unermeßlichen Hilfsquellen des Donau - und orientalischen Handels widmen, welchen die Befürworter der deutsch-östreichischen Zolleinigung mit so glänzen­den Farben zu schildern wissen. Die materiellen Opfer, die Preußen in den ersten Jahren allerdings würde bringen müssen, würden reichlich aufgewogen durch die freiere Bewegung, die ihm in handelspolitischer Hinsicht gestattet wäre und durch seine Erlösung von den Schutzzollfesseln, die ihm von Süd­deutschland allmälig aufgedrungen worden sind. Auch wird eS dann viel leich­ter sein, das norddeutsche Handelsgebiet durch den Wiederbeitritt des Steuer- Vereins und den Anschluß Mecklenburgs abzurunden. Alsdann besinnen sich auch vielleicht die süddeutschen Staaten wieder und kommen zu der Einsicht, daß man wol mit Oestreich oder mit Preußen, aber nicht mit Oestreich und Preußen zugleich gehen kann.

Literatur. *

Alts Frankfurt a. M. Die Meißnersche Schrift über Heinrich Heine wird von vielen Seiten auf eine Weise ausgedeutet, welche die höchste Mißbilligung ver­diente. Wir finden es gemein, wenn man sogar Heines Krankheit benutzt, um diese als eine Strafe von Gott, als einen Beweis sittlicher Verwesung darzustellen. Die das thun, sollten Gott danken, wenn sie selbst nicht ans ahnliche Weise heim­gesucht werden, und es dürfte sich fragen, vb sie dann ihre Krankheit mit derselben Seeleustärke zu ertragen, ob sie wie Heine bis zum letzten Augenblick geistig fort­zuwirken vermöchten. Diese Folgerung aus Heines Krankheitsgeschichtc zu ziehen scheint mir wenigstens menschlicher und christlicher als sich ihm gegenüber pharisäisch in die Brust zu werfen. Pharisäisch war Heine wenigstens nicht, Heuchelei fallt

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