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Philosophische Studien.
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Die Ungleichheit menschlicher Racen hauptsächlich vom sprachwissen­schaftlichen Standpunkte, unter besonderer Berücksichtigung von des Grafen von Govincan gleichnamigem Werke. Mit einem Ucberblickc über die Sprachverhältmsse der Völker. Ein ethnologischer Versuch von Angnst Friedrich Pott. Lemgo und Detmold,' Mcyersche Hofhuchhandlnng.

Bei den Schriften dieses vielumfassenden und schöpferischen Gelehrten wird das Studium dadurch erschwert, daß es ihm an Architektonik der Gedanken und der Formen fehlt. Seine Gesichtspunkte sind so universell, daß sie sich ihm gleichzeitig aufdränge,,, und den Leser, dem sie nicht ebenso geläufig find, in Verwirrung setzen. Aber wenn es ihm nicht gegeben ist, seine Logik in der äußerlichen Ordnung sinnlich darzustellen, so ist sie doch seinen Gedanken immanent und macht sich jedem eindringenden Studium fühlbar. Das Werk des Grafen Gobincau, welches zunächst die Entstehung dieser Schrift »eranlaßt hat, obgleich viel mehr darin steht, als zu einer Widerlegung dessel­ben nothwendig ist, behandelt den Menschen grade wie das Thier, als eine bloße Naturbestimmtheit, und fuhrt die ganze Entwicklung der Geschichte auf die Kreuzungen der Race zurück. Nach ihm gäbe es nur eine echte Menschen- race, die dazu bestimmt war, unvermischt in absoluter Vollkommenheit zu ver, harren, während die übrigen Racen sich mehr oder minder der Bestialität näherten. Die Vermischung dieser echten Race mit der unechten sei nun der Sündensall der Menschheit gewesen, und seitdem entarte dieselbe mehr und mehr, bis sie endlich ganz in Dumpfheit versinken werde. Herr Pott weist nun sehr scharfsinnig nach, daß wir über diese Naturbestimmtheit der Racen noch viel zu wenig wüßten, um überhaupt ein Urtheil zu fällen, daß aber jene Hypothese durch die handgreiflichsten Thatsachen widerlegt werde. Es ist vor­zugsweise das lingnistische Gebiet, welches er zu seinen Deductionen anwendet, und abgesehn von der wahrhaft idealistischen Tendenz des Buchs, welche die sogenannte Naturbestimmtheit in den Kreis zurückdrängt, der ihr gebührt, wird man durch eine Fülle der feinsten sachlichen Bemerkungen erfreut. Dies ist der Weg, auf welchem allein eine Wiedergeburt der Philosophie erreicht werden kann, wenn sich ein philosophischer Kopf in die Tiefe der wissenschaftlichen Spccialforschung eingräbt und von da aus die allgemeinen Gedanken be­reichert.

Christenthum und HeidentlM.

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' Der Verfasser, berühmt als Führer der radikalen Partei in Belgien zur Zeit der Revolution, gegenwärtig ein 70jährigcr Greis, hat 1836 und -1837