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Die Natur der Harmonik und der Metrik, von M. Hauptmann.
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eines sichern musikalischen Urtheils ist mächtig, angeregt; aber in Ermanglung einer gemeinsamen, festen Grundlage, eines Centrums, schweift das Deuten unstet ans der Oberfläche umher, hält sich bald an diese, bald an jene Ein­zelheit uud geräth mit sich selbst in Streit. Wol bedürfte es in dieser Zeit eines Geistes, der den Sinn für das Ganze schärfte uud die Musik, anstatt äußerlich an ihr herumzutasten, von Innen heraus begreisen lehrte. Die Musik hat in H. diesen Geist gefunden; und wenn man freilich auch jetzt noch weit genug davon entfernt ist, jedes mögliche Problem in entscheidender Weise lösen zu können, so ist doch schon damit unendlich viel gewonnen, daß jene An­schauungsweise hervorgetreten ist, die allein zu einem wahren Fortschritt in der Kunst führen kann. Denn die Willkür des äußerlichen, Combinirens, der äußerliche» Effecte, die jede Kunst zerstört, ist in der Musik um so gefährlicher, da daß schnelle Vorübercilen des ausgeführten Kunstwerks ein besonnenes Urtheil außerordentlich schwierig macht. Und überhaupt liebt es die Gegenwart, schnell und massenhaft zu genießen und eilt damit immer mehr dem entgegen, was nur den Schein der Wirklichkeit hat, innerlich aber ein Unwahres ist. Um so mehr bedarf es einer.Kräftigung der entgegengesetzten Richtung, die aus dem innern Zusammenhange ein Kunstwerk schaffen und erkennen lehrt.

Die bürgerliche Gesellschaft.

Von W. H. Nichl. 3. Auflage. Tübingen und Stuttgart, Cotta.

Wir haben vor einiger Zeit zwei von den Schriften besprochen, welche Riehl unter dem Titel:Die Naturgeschichte des Volks" zusammengefaßt hat. Es bleibt uns noch übrig, einige Bemerkungen an den dritten Band zu knüpfen, der übrigens auch als ein für sich bestehendes Werk angesehen werden kann. Wenn die Zahl feiner Beobachtungen und geistreicher Re­flexionen den Werth eines Buchs bestimmte, so würden wir diesem Bande den Vorzug geben. Allein wenn hier die schon gerügten Fehler des Verfassers ebenso stark hervortreten, als in den beiden übrigen Bänden, so wird es dies Mal empfindlicher, weil der Anspruch auf eine vollständige Sttstematisirnng des Stoffs lautxr hervortritt. Als RiehlS Hauptfehler könn'en wir zwei her­vorheben: einmal die Neigung'zu einer voreiligen Systematik, bevor der lei­tende Grundgedanke vollständig logisch durchdacht, bevor der empirische Stoff vollständig gesammelt ist; sodann die Abhängigkeit von einzelnen witzigen Ein­fällen, die im Gedanken- und Empsindungskreis des VcrsasserS zuweilen alle Rücksicht auf die Thatsachen ersticken. In der letztern Beziehung gehört Riehl zu der sogenannten jungdeutschen Schule unserer Literatur, so lebhaft