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Die Sklaverei in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. *)
Bekanntlich theilt sich Nordamerika hinsichtlich der Sklavenfrage in zwei große Parteien. Der Norden will die Sklaverei abgeschafft, der Süden sie beibehalten wissen. Selbst die neue politische Partei der Know-nothings oder NichtSwisser, die weder vom Norden noch vom Süden, sondern nur von einer ausschließlich nationalamerikanischen, ünt-hcilbaren Republik etwas wissen will, theilte sich bald nach ihrem Entstehen rücksichtlich der Sklavenfrage in aboli- tionistische Know-nothings, in Know-nothings, welche die Sklaverei vertheidigen und in Know-nothingö, welche zwischen den Abolilionisten und Sklavereianhangern einen Compronuß stiften wollen.
Ein Hauptgrund für die Beibehaliung der Sklaverei im Süden der Union ist der immer mehr steigende Bedarf an Rohmaterialien, namentlich an Baum wolle, welchem die Pflanzer deS Südens ohne Sklavenarbeit nicht genügen können. Es mangelt im Süden an weißen Arbeitern und die Schwarzen zeigen im Zustande der Freiheil zu anhallender und angestrengter Arbeit sich wenig geneigt. Dazu kommt die Expansionspolitik der Union, die nur im Süden sich verwirklichen kann, während sie im Norden unübersteigliche Schranken sinder. Eine Vereinigung Eanadaö mit der Union ist unmöglich, da England den Ansprüchen dieser neuen Kolonie volle Gerechtigkeit hat widerfahren lassen und dieselbe unter der englischen Negierung eines hohen materiellen Wohlstandes sich erfreut. Im Süden der Union dagegen können Mexico, Eenlratamerika, Cuba, Havti bei weitem leichler eine Beute der Bereinigten Staaten werden. In den meisten dieser Länder besteht die Sklaverei, und da, wo sie nicht besteht, machen es die Sitten deS Südens, die Entsittlichung der einheimischen Bevölkerung, die Fruchtbarkeit des Bodens und die Ncuur des Klimas den Sklavenbesitzern außerordentlich leicht, mit Vortheil und ohne Anfechtung sich niederzulassen. Je mehr daher die Union im Süden sich ausbreitet, desto mehr nehmen auch die Sklavenstaaten zu. In dieser Beziehung hcu der Süden eine mächtige Slütze an dem Westen der Union, der von derselben Erpanstouspolilik ergriffen ist, so daß der Norden in seinen abolilio- nistischen Bestrebungen immer mehr zurückgedrängt wird.
Der Norden wendet sich unter diesen Umständen durch die Presse an die öffentliche Meinung: er verbreitet Schriften, welche auf diese dunkele Seite der amerikanischen Gesellschaft ein Helles Licht werfen. Unter diesen Schriften Nehmen -zwei eine ausgezeichnete Slelle ein: Die Autobiographie eines freigelassenen Sklaven, Frederic Dvuglas, eines der berühmtesten Abolirionisten
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