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Volker, die vieles geleistet haben, gehen, wenn sie die Lebenskraft verloren haben, wie Individuen, zu Grunde. Da nützt keine Theilnahme, keine Hilfe. Die Geschichte vollzieht unerbittlich den Willen der Vorsehung. *)
") Anm. der Redaction. — Der Ansicht des Verfassers über den Berns Oestreichs pflichten wir vollständig bei; jedenfalls hat es mehr den Beruf, die Quinten a» der Dona» zu cultivireu, als die Quinten am Po nnd an der Tiber.
Geschichte und Politik.
Sir Itobei'l. peel. I>»r Kuiüol. liiü de la K«v»L des duux mondes. ?ro- mivre purlie. Leilin, lul. Springer.
Was uns bei dieser vortrefflichen Monographie, die den Werts, des großen britischen Staatsmannes in vollstem Maße anerkennt, zunächst ausfiel, ist das eigenthümliche Mißverhältniß zwischen der theoretischen Auffassung der Staats- verhällnisse von Seiten des Verfassers und seiner praktischen Politik. In seinen historischen Schriften zeigt Guizot ein so unbefangenes, vielseitiges, durch kein System und keine Doctrin eingeengtes Urtheil, eine so ruhige Würdigung der Personen und Zustände, daß man ihm fast überall beipflichtet und von seiner eignen Politik die größten Erwartungen hegt. Betrachten wir ihn nun als Staatsmann, so stellt sich zunächst augenblicklich die Ueberzeugung fest, daß von den gewöhnlichen Vorwürfen der Selbstsucht, des Wankelmuths, der persönlichen Einflüsse u. s. w. nicht die Rede sein kann. Guizot steht unerschütterlich fest in seinen Ueberzeugungen, und nur diese Ueberzeugungen bestimmen seine Handlungsweise; und doch kann man nicht leugnen, daß er es ist, der hauptsächlich den Untergang der Julidynastie verschuldet hat, und daß er noch jetzt dahin arbeitet, seine Anhänger in einen völlig verkehrten Weg zu verlocken. Er, der gewiß einen empfänglichen Sinn für die freie Entwicklung der Völker hat, trieb Frankreich zu einer freiheitsfeinblichen Politik, die reich war an kleinlichen Intriguen, aber aller höher» Ideen vollständig baar. Er reizte mit Bewußtsein den Unwillen der Masse, und versäumte eS doch, die Mittel herbeizuschaffen, diesem Unwillen kräftig zu begegnen. In der Geschichtschreibung der unbesangene Beobachter, war er in der Politik der verhärtete Doktrinär. Mehr als irgend ein Staatsmann hat er Gelegenheit gehabt, seinen König und-sein Volk richtig kennen zu lernen. Er kannte weder den einen, noch das andre, und gegenwärtig betreibt er wieder aus einer doctrinären Grille die Coalition zwischen der ultramontanen und'der liberalen