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Theater.
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m.in mich in solchen Dingen Deutlichkeit verlangt, so sieht eine zu scharf unterstrichene Eigenschaft doch «ach Renommisterei auS; und auch die Sprache ist nicht ganz frei davon.

Gräfin Chateaubriant. Historisches Trauerspiel in fünf Auszügen. Nach Heinrich Laubes gleichnamigem Roman frei für die Bühne bearbeitet von Emil Pirazzi. Als Manuscript gedruckt. Offenbach a. M. Druck von Köhler und Teller. Der Verfasser, der in einzelnen Scenen ein nicht un­bedeutendes Talent zeigt, Leidenschaften darzustellen, ist über den massenhaften Stoff nicht Herr geworden. Der Umfang geht weit über die Grenzen eines Theaterstücks hinaus, und ein nachträgliches Beschneiden wird auch seine Schwierigkeiten haben. Der Gegenstand hat eine große Aehnlichkeit mit V. Hugos Triboulct. Franz I. ist ganz ans dieselbe Weise geschildert, und der Graf von Chateaubriant ist zwar nicht ein Hofnarr, wie der Held des französischen Dichters, aber doch ein Original, an dessen Handlungsweise man keinen unmittelbaren Antheil nehmen kann. Der Dichter hat durch diesen Umstand die Gräfin wegen ihres Trenbruchs entschuldigen wollen, aber das gelingt ihm doch nur halb. In der Wirklichkeit kommt eS oft genug vor, daß ein liederlicher Mensch ohne Seelenadel und ohne Gefühl durch seine glän­zende Außenseite die Weiber verführt, und im Roman lassen wir eS uns auch gefallen; aber im Drama wird es uns peinlich, denn hier tritt uns nicht nur die Schuld der liebenswürdigen Sünderin vor Augen, sondern auch ihr Un­verstand, ihr Mangel an einem edlen Jnstinct, und daS können wir, die wir besser unterrichtet sind, ihr nicht vergeben, da der Bühne die Mittel fehlen, durch nüancirtc Darstellung der Verführung auch das Unwahrscheinliche be­greiflich zu machen. Das bloße Mitleid hat aber etwas'Herabwürdigendes und widerstrebt dem tragischen Eindruck.

Edgar Qllinet und die Rumänen.

Aus dem von der Natur reich gesegneten, aber durch und durch barba­rischen Rumänenlande an der untern Donau wandern seit lange Edelleute auf Zeit nach Westen, nach Deutschland und neuerdings besonders nach Frankreich, um sich die westeuropäische Cultur anzuschauen. Warum jetzt besonders nach Frankreich, nach Paris? Weil, abgesehen von den pikanten Reizen des Auf­enthaltes in dieser Weltstadt, die Eitelkeit der den französischen Formen füg­samen Rumänen durch das wohlberechnete, selbstgefällige Entgegenkommen der Franzosen doch noch mehr befriedigt wird,.als durch die naive Bewunderung,