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Der Sundzoll.
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bestehen Dänemarks und es muß trotz Recht und Natur erhalten bleiben. Und eine wesentliche Bedingung dieser Erhaltung ist der Fortbestand des Sundzvlls, Daß blos politische Convenienz ihn rettet, fühlt Dänemark selbst,, denn so oft es in den Verhandlungen sich mit seinen angeblichen Rechtsgründen geschlagen findet, versucht es die Frage zu einer politischen zu machen. Aber das ist ein gefährliches Erperiment. Es könnte leicht eine Zeit kommen, wo darüber andere Ansichten herrschen als jetzt, eine Zeit, wo man am Sun» anstatt eine Vormauer sür Rußland- in einem von diesem vollkommen ab­hängigen Staate zu haben, lieber durch eine skandinavische Union eine Vor­mauer gegen Rußland erbaut und dann wird der dänische Staat der natür­lichen Auflösung entgegeneilen, den diplomatische Heilmittelchen, wie der londoner Vertrag und politische Künsteleien wie die Mißgeburt des Gesammt- staats wol aufhalten, aber nicht verhindern können.

Selbst die Diplomatie ist aus einen solchen Ausgang längst gefaßt. Als in Wien während des Congresses im Privatgespräch zwischen einem dänischen und einem andern Diplomaten auch einmal auf den Sundzoll die Rede kam und der Däne sich durch die gewaltige Reihe der Gegengründe ganz in die Enge getrieben und sast genöthigt sah, den Sundzoll aufzugeben, brach er zu­letzt in den Jammerruf aus: Comment le »ansmaro p»u>ra>,il existm-?

?ourguc>i exiswr? lautete die kaltblütige Antwort.

Bildende Kunst.

Denkmale deutscher Kunst von Einführung des Christenthums bis auf die neueste Zeit. Herausgegeben von Ernst Förster. Zweiter Band. '.Abtheilung: Baukunst. AS Tafeln und S8>Scite» Text. !>. Ab­theilung: Bildncrei., 38 Tafeln uud A8 Seiten Text. >>l. Abtheilung: Malerei, 12 Tafeln und !S0 Seiten Text. Leipzig, T. O. Weigel.

Dies schöne, selbst im Verhältniß zu der hohen Ausbildung unsrer gegen­wärtigen Technik mit ganz ungewöhnlichem Glanz ausgestattete Werk ist nun seiner Vollendung einen Schritt näher gerückt. Wie es bei 'einem Sammel­werk auf dem Gebiet der bildenden Knnst nicht wol anders möglich ist, folgt die Ausmahl und Zusammenstellung keinem strengen Princip, indeß wollen wir nicht verhehlen^ daß etwas mehr Methode dem Buch nicht geschadet haben würde. Was z. B. die bairische Ruhmeshalle neben der Reihe romanischer und gothischer 'Kirchen soll, die uns in der ersten Abtheilung vorgeführt werden, vermögen wir nicht recht einzusehen. Der Abschnitt über die Malerei hält sich streng im Gebiet der mittelalterlich-deutschen Kunst, und was die Bildhauerei