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Beckers Weltgeschichte.
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populäre Geschichtschreibung ist es der angemessenste Standpunkt, denn wenn ein Buch aus die Masse des' Publicums wirken soll, so muß es wenigstens ungefähr von den Voraussetzungen ausgehen, welche die Masse bereits aner­kennt. In dieser Beziehung haben auch solche Zeitungen, wie die voßische und spenersche, ihren bedeutenden Werth, den man in der Hitze des Streits leicht verkennt. Sie sind zwar nicht im Stande, in ernsten kritischen Fällen einen Rath zugeben, der eine verwickelte Frage erledigt, aber sie halten die öffentliche Meinung, die doch immer ein beachtcnswerther Factor der Ereignisse ist, davon ab, im Eifer des Streits die Tramontane zu verlieren, wozu sie in aufgeregten Zeiten nur zu geneigt ist. Denn grade der Spießbürger, der in ruhigen Zeilen jedes Extrem verabscheut, ist geneigt, für Augenblicke, wo seine Furcht lebhaft angeregt ist, dem wildesten Fanatiker zu folgen, wenn er sich.unter seinem Schutz am sichersten fühlt.

In der Form der Darstellung ist die alte Methode der beckerschen Welt­geschichte, die sich als praktisch bewährt hat, beibehalten. Die Geschichte ist so viel als möglich in die einzelnen Begebenheiten zerlegt, diese sind deutlich und anschaulich erzählt, die Uebergänge dagegen -nur leicht skizzirt. DaS ist die richtige Methode für die Fassungskraft der Menge. Weder in der Dar­stellung, noch in den Reflexionen finden wir etwas Glänzendes, darin liegt aber kein Nachtheil, denn allzu geistreiche Formen würden grade die Be­stimmung dieses Buches beeinträchtigen. Die Erzählung ist klar, bestimmt, lebhaft und so vollständig, als der gedrängte Raum erlaubt. Wenn wir also dem Buch einen sehr günstigen Erfolg voraussagen, so können wir diese Voraus-^ sagung nur mit unsern lebhaftesten Wünschen begleiten.

Korrespondenzen.

Pariser Brief. Paris, 2. December. Man hat mit Unrecht geglaubt, daß die Kunst des Einlcnkcns zur gehörigen Zeit von Talleyrand allein mit Vir­tuosität ausgeübt wurde. Gras Molü, aus dessen Grab unsre Journale ohue Unter­schied der Farbe Blumen streuen, weil er das Verdienst hat todt zu sein, hat durch seine Wirksamkeit, die wir in kurzen Zügen hier resumiren wollen, gezeigt, daß er ein gelehriger Schüler in des Meisters Schule gewesen.

Louis Mathieu Molo wurde im Jahre 1780 geboren. Seine Jugend rettete ihn, als er im Jahre 1793 mit seinem Vater nach kurzer Emigration,wieder »ach Frankreich zurückgekehrt war. Er wurde aus dem Gefängniß entlassen und lebte bis nach Robespicrres Falle mit seiner Mutter, im Auslande. Im Jahre 1806 debutirtc er mit einem sehr schwachen Machwerke zur Verherrlichung des Autoritätsprincips, nachdem er einige Jahre früher vom Consul die Wiedererstattung