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Bilder aus der deutschen Vergangenheit : fahrende Schüler im Anfange des 16. Jahrhunderts.
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ich sagte: Gen München will ich nicht, will eher zehn Meilen Wegs oder noch weiter umziehen. Da wies er mich gen Freisingen zu. Da ist auch eine hohe Schule; da fand ich Schweizer, die fragten mich von wannen ich komme? Ehe zwei, oder drei Tage hin waren kam Paulus mit einer Hellebarde. Die Schützen sagten zu mir:Der Bacchant von München ist hier und suchet dich ;" da lief ich zum Thor hinaus, als wenn er hinter mir hergewesen wäre, und zog auf Ulm zu, kam daselbst zu, meiner Sattlerin, die mir einst die Füsse in Pelz gewärmet hatte. Die nahm mich an; ich sollte ihr die Rüben hüten auf dem Feld; das that ich, und ging in keine Schule. Nach etlichen Wochen kam einer zu mir, der des Pauli Geselle gewesen war, der sprach:Deiii Vetter Paulus ist hier und suchet dich." Da war er mir achtzehn Meilen nachgezogen; denn er hatte eine gute Pfründe an mir verloren, ich hatte ihn etliche Jahr ernährt. Da ich das wieder hörte, wiewohl es fast Nacht war, lief ich zum Thor hinaus auf Konstanz zu, und weinete wieder inniglich. So weit sei hier der Bericht des wackern Plalen mitgetheilt. Noch lange kämpfte der fahrende Knabe mit der bittersten Armuth, und nur durch einen beispiellosen Fleiß, durch Nachtwachen, Handdienste jeder Art er war mehre Jahre Seilergehilfe gelang es ihm, Lateinisch, Griechisch, endlich auch Hebräisch zu erlernen. Die kleinen Züge seines fahrenden Lebens aber dürfen ein allgemeines Interesse deshalb beanspruchen, weil sie die Lage von taufenden fähiger und gutgearteter Knaben und Jünglinge schildern, die in dem un­geregelten Leben sich zu Männern erhärteten oder untergingen.

Die Theologie und die Wissenschaft.

Philosophische Dogmatik. Von Pros. Ch. H. Weiße in Leipzig. 1. Bd. Leipzig, Hirzel.

Grundzüge des Systems der spcculativen Theologie oder der Reli­gionsphilosophie. Von Prof. K. PH. Fischer in Erlangen. Frank­furt a. M., Heyder.

i , Als man in Griechenland zu speculiren anfing, erwies sich die Philosophie

von vornherein als feindlich gegen die überlieferte Religion des Volks. Wenige mystische Spielereien abgerechnet, hat man niemals auch nur den Versuch ge­macht, die Religionsvorstellungen mit den philosophischen Begriffen in Einklang zu bringen; entweder ließ man sie mit völliger Nichtachtung bei Seite liegen, oder man trat in leidenschaftlicher Polemik dagegen auf. Infolge dessen erlitt auch das Neligionssystem keinen Einfluß von Seiten der Metaphysik; es blieb