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Deutsche Einflüsse in Amerika.
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das Erzeugniß unsres eignen Geistes zu sein. Zweifelsohne wird die Zeit kommen, wo es eine amerikanische Schule in der Wissenschaft wie in den schönen Wissenschaften und Künsten geben wird; jetzt gibt es allerdings noch

keine.....Die deutsche Literatur hat noch einen besondern Reiz; das ist

der religiöse Charakter ihrer Werke. Wir wissen, daß es oft heißt, die Deut­schen waren ausschweifend, unsittlich nach allen Richtungen hin, sie wären NeligionShasser. Aber der religiöse Geist begegnet uns in ihrer Literatur, wo wir ihn am allerwenigsten erwarten, ohne daß er sich uns aufdrängt .... Der Fleiß, der alle Oberflächlichkeit meidet, der Muth, der nach den Ursachen der Dinge forscht und das Verlangen, zu dem zurückzukehren, was allein elemen­tarisch und ewig in der Kritik, Philosophie und Religion ist, die religiöse Ehrfurcht und Demuth, welche sie durchweht, das alles kann auf unsre Jugend die glücklichste Einwirkung ausüben." —

Wer so schön über die deutsche Literatur zu sprechen weiß, verdient wol in Deutschland näher gekannt und gewürdigt zu werden, wenn wir auch —> um mit diesem offenen Bekenntniß zu schließen — mehr daraus lernen, was wir mit unsrer Anlage leisten könnten, als was wir wirklich leisten.

Korrespondenzen.

Aus Konstantinopel. 10. September. — Da die Concentrirung bedeu­tender französischer Truppenmassen in der nächsten Umgegend dieser Hauptstadt nicht ermangeln wird, ein lebhaftes Interesse auf sich zu ziehen, so erachtete ich es fnr eine Pflicht gegen die Leser Ihrer Blätter, mich neuerdings auf die verschiedenen Lagerpunkte hinzubegeben, um daselbst mit eignen Augen aus der Größe der ge­troffenen Anstalten aus die Stärke der zu versammelnden Streitmacht schließen zu können. Ich schlug zunächst den Weg uach Kiahat-Hane ein, um das auf der Höhe des linken Ufers des Baches Barbijses gelegene, wie ich hörte im Aufbau begriffene Lager für die aus der Krim zurückzunehmende französische Cavalcrie zu besichtigen. Kaum bin ich jemals in einer ähnlichen Weise, wie bei dieser Ge­legenheit getäuscht worden. Ich hatte erwartet, einige hundert Zimmerleute mtt dem Aufrichten langer Reihen von Stallbaracken für mehre tausend Pferde beschäftigt vor­zufinden. Statt dessen sah ich ein Dutzend Schuppen, von je acht Schritt Brntc und fünfzehn Schritt Länge, die erst mit Bretern eingedacht waren, und in ihrer Zustammenstellung vhne Plan und Regel kaum muthmaßen ließen, daß sie der An­sang zu etwas Größerem seien. Neben den Schuppen standen acht oder zehn leinene Zelte, in denen eine französische Jnsanteriecompaguie Quartier genommen hatte, und dann und wann kam ein Trupp von Eseln an, die mit Bretern und Latten

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