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Truppen man bei Eupatoria zu concentriren vermag, desto besser. Vielleicht daß eben in jenen 30,000 Mann der Kraftzuwachs ausgesprochen ist, welchen die Umwälzung der Entscheidung, Abschneiden, Schlagen und Gefangennahme der russischen Armee erheischen.
Korrespondenzen.
Aus Konstantinopel, 30. Juli. — In den letzten Tagen kreuzten sich mehr wie jemals vielleicht abenteuerliche Gerüchte in Pera und fanden, wiewol sie untereinander im Widerspruch standen, Glauben, nicht nur an der Börse, sondern anch in anderen Kreisen. Das Verbot der östreichischen, im eignen k. k. Gebiet anßer Cours gesetzten Kupserkreuzer als Scheidemünze, und der Beschluß der Pforte, türkische Fünf-, Zehn-, und Zwanzigperastücke vom Realwerthe in ausreichender Menge prägen zu lassen, sührte dunkle und unklare Köpfe auf die Vermuthung: die Beziehungen zwischen Oestreich und dem Divan könnten sich getrübt haben. Von gut unterrichteter Seite erfahre ich dagegen, wie in diesen Beziehungen durchaus keine Veränderung eingetreten sei, und daß man lediglich einen kleinen Zwischen- sall zu beklagen habe, der sich am Tage ereignete, wo der Beschluß rücksichtlich der Kupfermünzen getroffen wurde, der indeß an sich ohne alle Bedeutung ist. Baron Koller, der hiesige k. k. Geschäftsträger und Jntcruuntius, hielt es für angemessen, dem bezüglichen Medschliss (Divanberathung) in Person anzuwohnen, wogegen der Grvßvezier ihm höflich und in aller Form vorstellte, daß die zu verhandelnde Angelegenheit eine rein innere sei, und um deswillen die Einmischung eines auswärtigen Repräsentanten durchaus nicht gestatte. Der östreichische Diplomat soll hiervon empfindlich berührt worden sein, indeß ist es klar, auf wessen Seite sich das Recht befindet, und es kann kaum einem Zweifel unterworfen werden, daß man in Wien den richtigen Takt besitzen wird, in dieser Angelegenheit durchaus keine weiteren Schritte zu thun.
Unter solchen Umständen hat es mir um so befremdender geschienen, daß man in den letzten Tagen von gewissen Vibrationen in der ministeriellen Sphäre und dem unerwarteten Schwanken des Großvcziers (Aali Pascha) uud des Seriaskers (Mchem- med Nuscbdi Pascha) hörte. Ich sehe diese Gerüchte vorerst nur als solche an, und bin der Ansicht, daß sich in denselben die Wünsche einer Coterie von Emigranten aussprachen, denen nichts erwünschter kommen würde, wie ein Bruch der Pforte mit Oestreich.
Von Omer Pascha heißt es, daß er dennoch entschieden als eine gesunkene Größe angesehen werden müsse. Man wollte neuerdings von seiner definitiven Ernennung zum Scriaskcr für Anadoli wissen, indeß ist man wol bis jetzt noch nicht soweit. Vom Sultan bekam der Serdar Ekräm neulich zwei äußerst bedeutende Geschenke: eine Summe von dreitausend Beuteln (ein jeder Beutel zu fünfhundert Piaster) und ein großes Tschiftalik aus dem Nachlasse von Chosrew Pascha, welcher, wie Ihnen wol erinnerlich, der Krone anheim fiel. Man sieht Omer Pascha nur
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