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Pariser Brief.
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Gefängnißwärter, der die Roland befreien wollte, wird von seinem aus Deutsch­land kommenden Bruder Armin/ohne dessen Willen, verrathen Thorn, der jetzt Conventsmitglied ist, läßt Rens abfassen.

Die Freiwilligen sind heimgekehrt und haben für Frankreich die Welt er­obert und für sich ein paar Stiefel und einen Kaiser.

Dieser vertheilt die Adler an seine Legionen ein Tableau, das statt Bonaparte als General aus Aegypten heimkehrend unter Mitarbeiterschaft der Polizei eingeschaltet wurde.

Korrespondenzen.

Aus Konstantinopel, 23. Juli. Wir haben aus der Krim keine Nachrichten von irgendeiner Bedeutung. Mehr und mehr wird es zur Gewißheit, daß General Pelissier die Ankunft der ihm in Aussicht gestellten bedeutenden Verstärkungen abwarten will, bevor er zu ciuem neuen großartigen Sturmangriff sich entscheidet. Von den Sappen- respective Minenarbeiten gegen den Malakowthnrm weiß man soviel wie nichts; überhaupt wird neuerdings in Hinsicht auf alle Operationen und die darauf bezugnehmenden Vorkehrungen ein Stillschweigen beobachtet, wie man es vordem nicht gekannt. Von Paris aus sollen in dieser Hinsicht die allerstrengsten Anwei­sungen ergangen sein; auch ist General Pclcssier nicht der Mann, welcher seinen Untergebenen die Mittheilung seiner Anordnungen an Unberufene nachsehen würde. Man will hier wissen, daß die Stimmung im französischen nnd engli­schen Lager eine etwas gedrückte sei, was nach den Vorgängen während des letzt­verflossenen Monats nicht in Erstaunen setzen kann. Wie es um das Vertrauen des gemeinen Mannes zum General Pelissier steht, weiß ich nicht; nur will mir scheinen, daß derselbe durch das, was er seither ausgeführt oder besser zu sagen vergeblich zu erreichen versucht hat, an den alten fehlerhaften Operativnsplan zu fest gebunden ist, um sähig zu sein, eine freie Entschließung zu treffen, d. h. die Armee aus den einzigen Punkt hinzuführen, wo sie mit Erfolg wirken könnte: nach Eupatoria!

Hier in Stambul beschäftigt sich das Publicum augenblicklich mit nichts so lebhast, wie mit der Anwesenheit Omcr Paschas, welcher das Hauptinteresse in Anspruch nimmt. Niemand, welcher weiß, mit welcher Auszeichnung der Serdar Ekräm vom Padischah empfangen worden, wird glauben, daß er aus dem Wege sei, seinen Posten eines Oberseldherrn zn verlieren; aber möglicherweise dürste die Krim nicht länger mehr das Feld seiner Thätigkeit bleiben. Wenn nicht alles täuscht, ist Omer Paschas nener Bestimmungsort Erzcrum, wohin er sich über Trapc- zunt begeben würde, um die Reservearmee zu organisircn, auf deren schneller Ausstellung die Rettung der ostwärtigen asiatischen Provinzen zu beruhen scheint. Einigermaßen befremdlich ist es, daß man durchaus nichts Näheres über das Ge­schick von Kars in Ersahrnng zu bringen vermag. Der Umstand, daß die Regie-