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und der sich zuletzt in eine Heuschrecke verwandelte. Sie mögen nur bei Zeiten ein Comprvmissum mit dem Weltgeist schließen, ehe dieser sie und mit ihnen einen sehr edlen Theil seiner selbst stürmisch über Bord wirst. Denn trotz der vielen Charlatans, welche jede neue Richtung in ihren Anfängen begleiten, ist eben der Realismus kein Hirngespinst einzelner Thoren, sondern der Ausdruck einer ganzen, ungeheuren Weltrichtung; man braucht nur den Büchermarkt zu überschauen und die Masse der englischen und naturwissenschaftlich- mathematischen Werke und das Gedränge der Käufer zu sehn, während sich vor der classischen Bude die Waare und die Kunden zählen lassen. Je länger sich beide Richtungen feindselig gegenüberstehn, destomehr, fürchte ich, wird die alte in starrer Abstraction dastehen, destomehr frisches Talent wird sich der jüngeren zuwenden, und dadurch jene zu einer alten Scharteke werden, ohne daß diese aus ihrer Verflachung gerissen wird. Man scheue sich doch nicht vor weisem Nachgeben allerseits, nehme ebensowol das Neue quantitativ durch Errichtung ordentlicher Lehrstühle für neuere Sprachen, qualitativ durch Ferichaltung von jener abstrusen Gelehrsamkeit in das Universitätsleben auf, als lasse man das Alte in der gesammten Gymnasialbildung nicht untergehn. Da nun aber einmal zwei Lager da sind, so ist es das Vernünftigste, durch Beschränkung und Zusatz eine gewisse Ähnlichkeit hervorzurufen, so daß dieselben Ingredienzien mit anderer quantitativer Mischung hier und dort vorhanden sind. Ob dies denn nur eine Uebergangsstufe ist; oder ob die eine Bahn ganz in die andere verlausen wird, steht bei Gott, wir Menschen aber sollen das Unsrige thun, die Leidenschaftlichkeit des Streites, soviel an uns ist, zu verhindern.
Correspondenzen.
Aus Konstantinopel. 1. Juli. — Da ich Ihnen an den beiden letztvergangenen Posttagcn keinen Wochenbericht zusendete, hatte ich keine Gelegenheit, des großen Brandes Erwähnung zn thun, der am 24. v. M. die Umgegend des Ak-Serai im eigentlichen Konstantinopel verwüstete und nach den seither hier angestellten Ermittlungen nicht viel weniger wie viertausend Häuser und Nebcnbauten in Asche legte. Während meines hiesigen Aufenthaltes erlebte ich keine ähnlich verheerende Feuersbrunst-, denn die des Jahres 185-1, welche den Stadttheil betraf, wo die Achmcdmvschee steht, stand um mehr als tausend Häuser hinter jener zurück.
Es war um 1l Uhr Vormittags, am erwähnten I4. Juni, als die Kanonen des Gangin Koschk den Ausbrnch des Brandes verkündeten. Die Fahnen, welche man dicht unter dem Kopf des hohen Galatathurmes flattern sah, wiesen nach Stambul hin. Bald konnte man von meiner vor Pera gelegenen Wohnung aus