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Brief von Henni von Halle an Adolf Erman
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transkribiert von Aehnlich, Barbara, Günther, Maxine

Sternenwirtshaus
Telefon: Achern 441
Sasbachwalden, den Heidelberg 23.2 1920

Sehr verehrter Herr Geheimrath!
Inliegend nun endlich auch die Rücksei-
ten der Petersburger Prophezeiungen u. Weisheit.
Ich schrieb sie noch in den 8 Sassbachwaldener Tagen fertig, sie
gingen, erheblich rascher, als die El-Hibe Briefe.
Bei 2 oder 3 Zetteln steht nicht viel auf dem einzelnen Zettel,
es ging wegen der Teilung nicht anders zu machen.
Jetzt hoffe ich, von Ihnen die a. R. Texte zu bekommen.
Ich versuche heftig, mein Haus zu verkaufen, dann kann ich noch
eine Weile geistig arbeiten, statt kochen u. nähen. Sogar nach
Darmstadt mußte ich zu dem zn2 zu einer Besprechung fahren.
Wenn es nur nützt! Geld ist nur schön, solange man es so
hat, daß man sich nicht darum kümmern braucht.
Ich hoffe, es geht Ihnen allen gut. Soll ich mal wieder etwas
besorgen: z. Zt. ist zwar alles sehr teuer. Ich bekam 4℔3: Zucker aus
Ludwigshafen, aber à 11 M. Schmalz kaum noch zu finden u. wenn:
dann Büchsenschmalz à 20 M.
Mit herzlichen Grüßen auch an Ihre Frau Gemahlin, Ihre
dankbar ergebene

Henni von Halle.


  1. vorgedruckter Briefkopf 
  2. unlesbar 
  3. das alte Schriftzeichen für Pfund (Gewichtseinheit)