Krankenbewegung.
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Kranken auf mindestens je 400 bis 800 zu berechnen, auf den andern auf je 150 pro Jahr = (500. Sieht man von diesen letzteren, als nicht unter ärztlicher Kontrolle befindlichen Kranken ab, so ist die Zahl der unter ärztlicher Leitung ambulant behandelten Kranken mit etwa 21 500 nicht zu hoch gegriffen. Ebenso sind nicht eingerechnet in diese Zahl die von Missionaren oder angestellten Heilgehilfen von Firmen behandelten Kranken an Orten, wo keine ärztliche Kontrolle möglich ist. Zählt man die 5006 Kranken aus den Hospitälern, die von Ärzten geleitet sind, hinzu, so ergibt sich, daß mindestens 26 500 farbige Kranke im Schutzgebiet von Ärzten bzw. unter ärztlicher Kontrolle behandelt sind, von denen allerdings der größte Teil nicht zu den sogenannten freien Eingeborenen, sondern zu den im Dienst des Gouvernements oder von Firmen und Pflanzungen stehenden Farbigen gehören.
2. Krankenbewegung auf einzelnen Stationen.
A. Herbertshöhe.
(Medizinalrat Dr. Wen<11 and.)
Von den 217 im Berichtsjahre in Herbertshöhe behandelten Europäern nahmen 108 an 1329 Verpflegungstagen die Hilfe des Krankenhauses in Anspruch. Von diesen waren 92 Männer mit 1113 Verpflegungstagen, 13 Frauen mit 194, 3 Kinder mit 22 Verpflegungstagen.
Nur 33 Kranke = 30, 5 % stammten aus Herbertshöhe und der näheren Umgebung; die übrigen 75 Kranken kamen teils von Rabaul, teils von anderen, entfernten Orten der Gazelle-Halbinsel und anderen Inseln des Bismarck-Archipels.
Auf die einzelnen Monate verteilen sich die 106 Zugänge folgendermaßen:
April.8
Mai.8
Juni. 7
Juli. 8
August.11
September.14
Summe . . 56
Oktober. 7
November.12
Dezember. 9
Januar.15
Februar . 4
März. 3
Summe . . 50
Der tägliche durchschnittliche Krankenbestand im Krankenhause betrug 3,6 Kranke, die durchschnittliche Behandlungsdauer 12,3 Tage. 23 Kranke mit 371 Verpflegungstagen waren Beamte des Gouvernements bzw. deren Familienangehörige.