Beschreibung der Krankenanstalten. Statistik. Kasuistik: Pocken. 265
Veranda in einer Breite von 2 m. Das Hospital enthält 5 gutgelüftete Räume, alle annähernd gleichgroß. Sie werden folgendermaßen benutzt: 1 Stube für innerliche und Geschlechtskranke, 1 für äußerliche Kranke, beide nur für Männer, 1 als Verband- und Operationsraum, 1 für Weiber, 1 als Apotheke und Mikroskopierraum.
Die Akten waren anfangs in der Arztwohnung, später im Verbandraum untergebracht. Sämtliche Räume sind mit einer großen verschließbaren Tür versehen, die Verbandstube ist mit der für äußerlich Kranke durch eine Zwischentür verbunden. Alle Räume haben je 2 verschließbare Fensteröffnungen. Die Böden sind mit Lehm gestrichen. In den Krankenstuben stehen je 8 Bettstellen (aus Bambus); doch können in Notfällen noch einige Kranke mehr gelegt werden.
Anschließend an dieses Hauptgebäude befinden sieh die Abortanlagen und ein Stall für Versuchstiere. 100 m nach rechts (südlich) seitlich und vorwärts ist das Haus für das farbige Personal, bestehend aus 2 Stuben und Küche. Das ganze Anwesen ist durch einen Zaun begrenzt und hat genügend Gartenland zur Beschäftigung der Leichtkranken.
000 m nördlich von diesem allgemeinen Hospital befindet sich die Isolierbaracke. Sie ist nicht so fest gebaut wie das erstere, da es mit Rücksicht auf die Pockengefahr in einigen Tagen errichtet werden mußte. Sie ist 17 m lang, 0 m tief, 5 m hoch, besteht aus 3 luftigen, gleich großen Räumen und hat nach Südwesten eine iy 2 m breite Veranda. Dieses Haus ist nur mit Türen versehen, hat keine Fenster, um die Beobachtung der Kranken zu erleichtern. Hinter dem Haus befindet sich ein Abort für die Kranken und getrennt davon einer für das Personal.
tl. Molundu.
Vgl. auch Abschnitt VII (S. 370): Allgemeines und Hygiene. Die Krankenbehandlung auf der Station findet in einem kleinen Gebäude statt mit zwei geschlossenen Räumen und einem engen offenen Mittelraum, in dem ein höchst primitiver Operationstisch steht. Von den beiden geschlossenen Räumen dient der eine als Apotheke und Labo- torium. Im anderen Raum befinden sich 5 Pritschen, auf welchen die Kranken untergebracht sind.
V. Statistik.
Das Auftreten der einzelnen im Schutzgebiet unter der Zivilund Militärbevölkerung beobachteten Erkrankungen sowie Zahl und - Art der Todesfälle erläutern die beigefügten Nachweisungen.
VI. Kasuistik.
1. Pocken.
Während des verflossenen Jahres sind die Pocken, welche in den Monaten Dezember 1908, Januar, Februar, März 1909 in der Landschaft Mensime in Südkamerun am stärksten geherrscht hatten, all-